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Freitag, 15.11.2019

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Böllersalven und Dudelsack-Musik: Wie in früheren Zeiten

In Heideck fand ein zweitägiges Mittelalter-Spektakel statt. - 09.09.2019 09:31 Uhr

Natürlich durfte beim Mittelalter-Spektakel auch die entsprechende musikalische Umrahmung nicht fehlen. Hier sind es Dudelsacktöne. © Foto: Manfred Klier


Von Jürgen Lehner organisiert haben Barden, Schausteller, Trommler, Musikanten, Handwerker und Händler die Wiese in eine mittelalterliche Zeltstadt verwandelt. Aus Aschaffenburg bis Neuburg an der Donau sind sie gekommen. Wie Gerald Waldmüller, der Chef des Heidecker Trommlerhaufens berichtet, kennt man sich bereits von vielen gemeinsamen Veranstaltungen, denn seine Gruppe ist schon 21 Jahre aktiv.

Schwer sei es deshalb nicht gewesen, Beteiligte zu finden. Im Gegenteil, etliche Gruppen mussten aus Platzmangel abgewiesen werden. Sogar die "Likedeeler", angeblich aus der Zeit des Seeräubers Claus Störtebeker, sind dabei. Nicht nur die Großen, sondern auch viele Kinder zeigen sich in historischer Tracht.

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Mit Kanone, Schild und Schwert: Das Mittelalterfest des Trommlerhaufen Heideck

Der Heidecker Trommlerhaufen ließ in diesem Jahr zum ersten Mal das Mittelalter wieder aufleben: In Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Heimat- und Verkehrsverein und dem Lindwurmbräu veranstalteten sie ein Mittelalterfest. Diverse Gruppen ganz im Zeichen des Mittelalters schlugen dort ihr Lager auf, Handwerker stellten ihre Kunst vor und auch Gaukler sowie Barden gaben ihre Darbietungen zum besten.


An vielen Stellen lodern Lagerfeuer, teils mit Suppenkesseln darüber. Deftige Mahlzeiten gibt es in der angrenzenden Gaststätte "Lindwurmbräu". Dort werden auch Wein und Bier ausgeschenkt. Dabei gilt die Kreuzerwährung. Wer ein Mufflonfell oder einen Fuchsschweif kaufen möchte, kann das per Geisterzahlung tätigen. Gemeint ist die Scheckkarte. Auch ein zwischenzeitlicher Regenschauer und kühle Temperaturen tun dem Spektakel keinen Abbruch.

Bürgermeister Ralf Beyer dankt den Ausrichtern des Festes, dem nach seinen Worten, hoffentlich noch weitere folgen mögen. Aber dann wird der Bürgermeister festgenommen, des Kuhdiebstahls bezichtigt und vor das Tribunal geführt. Nach mittelalterlicher Sitte kämpfen Anklage und Verteidigung im Faustkampf das Urteil aus. Die Verteidigung siegt, und der Heidecker Bürgermeister Ralf Beyer wird zu Ritter Ralf, der Starke geschlagen.

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