Freitag, 06.12.2019

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Bei Hochwasser schafft die Maschine 4600 Säcke pro Stunde

Bei der Hilpoltsteiner Feuerwehr wird eine Sandsack-Füllanlage stationiert - 20.07.2019 07:00 Uhr

Extreme Wetterereignisse machten die Anschaffung nötig: Landrat Herbert Eckstein übergab feierlich eine Sandsackfüllanlage an die Feuerwehr Hilpoltstein. © Foto: Jürgen Flierl


Beim 38. Kreisjugendfeuerwehrtag in Hilpoltstein wurde das Novum nun offiziell von Landrat Herbert Eckstein an die Feuerwehren des Landkreises übergeben. Die Sandsackfüllmaschine "Power-Sandking 800 Turbo" hat ein Fassungsvermögen von bis zu 800 Litern Sand und eine Füllleistung von bis zu 4600 Säcken pro Stunde. Sie ist wahlweise mit dem Zapfwellenantrieb eines Kommunal- oder Landwirtschaftsfahrzeuges sowie mit einem Elektroantriebsaggregat zu betreiben.

Konzept wird erstellt

Extreme Wetterereignisse haben das Bayerische Innenministerium zur Einrichtung eines Sonderinvestitionsprogramms "Hochwasser" animiert. In selbiges flossen zwischen 2015 und 2018 jährlich etwa 4,4 Millionen Euro.

Stationiert ist die Sandsackfüllmaschine bei der Feuerwehr Hilpoltstein, die mit einem Wechselladerfahrzeug samt Ladepritsche und einem Teleskoplader über geeignetes Equipment verfügt, um die Sandsackfüllmaschine binnen kurzer Zeit innerhalb des Landkreises zu einem geeigneten Füllplatz zu bringen.

Seitens der Kreisbrandinspektion wird derzeit ein Konzept für den Betrieb der Füllmaschine erstellt. Im Fall eines Hochwassers ist der Einsatz derzeit nur an entsprechend vorbereiteten Standorten im Landkreis vorgesehen.

Denn nicht nur die Füllanlage, sondern vor allem auch die Logistik mit Anlieferung des idealerweise trockenen Sandes sowie die Bereitstellung und der Abtransport der gefüllten Säcke, erfordern viel Platz und optimale Verkehrswege. Weiterhin müssen für die Bedienmannschaft, der bis zu 50 Personen angehören können, entsprechende Sozial- und Sanitärräume zur Verfügung stehen.

Laienhelfer für einfache Tätigkeiten

Als besagte Bedienmannschaften sollen künftig nicht nur Angehörige der Katastrophenschutzorganisationen des Landkreises herangezogen werden. Bei einfachen Tätigkeiten wie dem Füllen, Schließen oder Stapeln der Sandsäcke können auch freiwillige Laienhelfer die Einsatzkräfte im Ernstfall unterstützen.

Das erforderliche Verbrauchsmaterial wie Säcke oder Paletten sowie das für den langfristigen und effizienten Betrieb der Sandsackfüllmaschine erforderliche Gerät – Hubwagen, Handwerkszeug und Beleuchtungsgerät – wird derzeit vom Landkreis anhand einer von THW und Feuerwehr Hilpoltstein erstellten Prioritätenliste beschafft.


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