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Puma und Adidas unterstützen die Olympia-Verschiebung

Finanzieller Schaden ist für beide Firmen überschaubar - 25.03.2020 15:03 Uhr

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Zehn Dinge, die Sie noch nicht über Adidas wussten

Der Herzogenauracher Adidas-Konzern ist hinter Nike weltweit die Nummer zwei bei den Sportartikelherstellern. Soweit, so bekannt. Wir haben zehn Dinge ausgegraben, die Sie noch nicht über das Unternehmen mit den drei Streifen wussten.


"Wir fühlen mit allen Athleten, die sich vier Jahre lang darauf vorbereitet haben", sagt Adidas-Unternehmenssprecherin Claudia Lange. Die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten habe aber in einer solchen Ausnahmesituation absoluten Vorrang.

Ähnliches hört man beim Konkurrenten Puma: Die Verschiebung der Fußball-Europameisterschaften, der Copa América und der Olympischen Spiele um ein Jahr garantiere, "dass die Athleten und Spieler eine faire Chance haben, um sich in der Zeit davor auf die Turniere und Wettkämpfe vorzubereiten und sich Dopingtests zu unterziehen." Dies ist derzeit nicht möglich, da in den meisten Ländern eine Ausgangssperre besteht. "Sobald sich die Gesamtsituation wieder normalisiert hat, werden wir unsere Planung auf den neuen Sportkalender abstimmen", erklärt Pressesprecherin Kerstin Neuber.

Olympia 2021: Das sagen unsere Athleten

Der finanzielle Schaden, der sich aus der Verschiebung dieser sportlichen Großereignisse ergibt, ist überschaubar. Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted hatte erst unlängst erklärt, dass eine Absage oder Verschiebung der Fußball-EM oder der Olympischen Spiele wirtschaftlich für den Sportartikelhersteller keine signifikante Auswirkung habe. Beim Rückblick aufs abgelaufene Geschäftsjahr hatte er die Umsätze, die aus der Sichtbarkeit des Konzernlogos bei solchen Ereignissen resultieren, auf 50 bis 70 Millionen Euro beziffert – eine kleine Summe angesichts eines Konzernumsatzes weit jenseits der 20-Milliarden-Euro-Marke.

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Weitaus mehr schmerzt der Umsatzeinbruch, der aus der Corona-Krise resultiert. Puma ergreift nun Maßnahmen, um den negativen Auswirkungen aufs Geschäft entgegenzuwirken, nachdem alle Shops des Unternehmens sowie die seiner Großhandelspartner in beinahe allen Erdteilen von den jeweiligen Behörden geschlossen wurden. "Angesichts dieses drastischen Umsatzrückgangs werden die Vorstandsmitglieder auf ihr volles Gehalt im April verzichten, Mitglieder des Senior Managements auf 25 Prozent ihres Gehalts", heißt es.


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Ferner werden alle Puma-Mitarbeiter in Deutschland bis 13. April auf Kurzarbeit umgestellt. "Für unsere Büromitarbeiter bedeutet das, dass sie 50 Prozent ihrer vertraglich festgesetzten Arbeitszeit leisten werden", erklärt Kerstin Neuber.

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Alle Puma-Stores in Deutschland sind geschlossen, daher werden dort beschäftigte Kräfte auf 100% Kurzarbeit umgestellt – bei unveränderten Bezügen. Der Konzern stockt das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit bis 13. April dementsprechend auf.

Auch Adidas beschäftigt sich mit dem Thema Kurzarbeit: "Wir stimmen uns diesbezüglich gerade mit dem Betriebsrat ab", erklärt Sprecher Jan Runau.

Es ist raus! Die Olympischen Spiele in Japan gehen nicht im Pandemie-Jahr 2020 über die Bühne. © Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa


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