Samstag, 30.05.2020

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Lesetipps zu Ostern

Einzelhändler vor Ort liefern Bücher und Spielwaren aus - 08.04.2020 06:57 Uhr

Stefanie Greber von der Herzogenauracher Buchhandlung „Bücher, Medien & mehr“ hat immer auch Zeit für ein Gespräch, wenn sie Bestellungen entgegennimmt. © Foto: privat


Wer nicht online bestellen, sondern lieber die heimischen Geschäfte unterstützen möchte, dem bieten sich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Neben der Gutschein-Aktion "Gemeinsam gegen Corona" (wir berichteten) kümmern sich die Einzelhändler rührend um ihre treuen Kunden und liefern die gewünschten Waren direkt ins Haus. So zum Beispiel die Herzogenauracher Buchhandlung "Bücher, Medien & mehr". Täglich von 9 bis 13 Uhr ist die Buchhandlung unter Telefon (0 91 32) 43 83 sowie rund um die Uhr per E-Mail unter info@buecher-medien-und-mehr.de erreichbar und nimmt Bestellungen entgegen.

"Wir sind sehr dankbar, dass wir das machen können", sagt Inhaberin Stefanie Greber. "Und noch dankbarer, dass das Angebot gut angenommen wird." Oft ergäben sich am Telefon auch längere Gespräche. "Viele Leute haben ein Bedürfnis zu reden", so Greber. Besonders freuen sie die Rückmeldungen, warum die Leute dieses Angebot nutzen – "damit ihr danach auch noch da seid". Gekauft wird auf Rechnung, die Bücher werden direkt nach Hause geliefert. Einige Buchtipps hat Greber auch noch parat:

Den zur Situation passenden Titel "Warum ich trotzdem an Happy Ends glaube", von Alessia Gazzola.

"Glücksorte in Mittelfranken" – ein solcher "Reiseführer" ist in Grebers Augen "ideal als Perspektive für die Zeit danach, wenn es wieder aufwärts geht".

Den humorvollen Roman "Rückwärtswalzer" von Vea Kaiser – laut Greber "etwas zum Wohlfühlen".

Bei Schreib- und Spielwaren Ellwanger in Herzogenaurach werden die Bestellungen, die telefonisch hereinkommen, sorgfältig zusammengestellt und dann ausgeliefert. © Foto: privat


In der Bücherstube in Höchstadt erfreut sich der Lieferservice ebenfalls guten Zuspruchs. Erreichbar ist die Bücherstube unter Telefon (0 91 93) 86 92 oder per E-Mail an info@die-buecherstube.com – geliefert wird nach Hause, alternativ können die Bestellungen auch im Bioladen oder in der Apotheke abgeholt werden. Karin Heid hat folgende Leseempfehlungen:

"Rivenports Freund" von Damiano Femfert; "ein toller Roman, der in den 50er Jahren in einem einsamen Bergdorf in Argentinien spielt", so Heid. Auch sprachlich sei der Roman toll, "den kann ich wärmstens empfehlen".

Der witzige Krimi "Mathilda" von Dora Heldt, denn Humor könne in diesen Zeiten nicht schaden.

Für Kinder ab zehn Jahren findet Heid "Die Luftpiraten" von Markus Orth "ganz klasse – spannend und humorvoll".

Christian Schmidt von Bücher-Schmidt in Adelsdorf liefert gerne per Fahrrad aus. © Foto: privat


Christian Schmidt von Bücher-Schmidt in Adelsdorf fehlen zwar, wie allen anderen auch, das Ladengeschäft und die Laufkundschaft, doch auch sein Lieferservice funktioniert gut. Unter Telefon (0 91 95) 99 20 57 oder info@buecher-schmidt.de nimmt er Bestellungen entgegen. "Die Leute aus Adelsdorf und Umgebung sind klasse", freut er sich. "Das macht Mut." Die Bestellungen liefert er höchstpersönlich aus. Und wenn es nicht zu viele Bücher sind, sogar umweltfreundlich mit dem Fahrrad. "Da komme ich an der frischen Luft in Adelsdorf, Hemhofen und Röttenbach herum. Das tut auch gut", sagt Schmidt. Zahlen können seine Kunden auf Rechnung, per Lastschrift oder sie halten das Geld in einem Umschlag bereit.

Seine Buchtipps:

"Der Gesang der Flusskrebse" von Delia Owens, die Schicksals-Geschichte eines Mädchens, das sich in den USA alleine durchschlägt und unter Mordverdacht gerät.

"Die rechtschaffenen Mörder" von Ingo Schulze über einen Antiquar in Dresden zur Wendezeit – "sehr anschaulich geschrieben", so Schmidt.

"Interessant, diesen philosophischen Klassiker gerade jetzt zu lesen", meint Schmidt und empfiehlt "Die Pest" von Albert Camus.

Auch Schreib- und Spielwaren werden geliefert, beispielsweise von Ellwanger in Herzogenaurach (ab 20 Euro), erreichbar werktags von 10 bis 15 Uhr unter Telefon (0 91 32) 94 74. "Wir sind zufrieden", sagt Inhaber Thomas Kotzer. "Der Lieferservice ist die einzige Chance, jetzt Umsatz zu machen. Ich freue mich über viele aufmunternde Gespräche. Die Leute sind solidarisch und wollen, dass wir über die Runden kommen." Besonders gefragt seien derzeit Gesellschaftsspiele ("vor allem solche, die lange dauern") und Puzzles ab 1000 Teile und mehr. Ebenso ein Hit: die Exit-Games, bei denen Rätsel gelöst werden müssen. Kotzer verweist zudem auf die Gutschein-Aktion – "zu Ostern eine tolle Alternative".

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