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Montag, 14.10.2019

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"Woldschebberer-Fosnocht" in Mitteleschenbach

Narren in der Mönchswaldgemeinde erinnern an alte Hexensage - 14.01.2019 17:11 Uhr

„Ein furchterregender Geisterzug“: Die „Mitteleschenbacher Woldschebberer“ haben ihre prachtvollen Masken nach der Sage vom Hexenschemel gestaltet. © Margit Schachameyer


Das Wetter war mit Kälte und Niederschlag relativ garstig, gab damit aber eine sehr passende Kulisse für die Sageninszenierung. An einen neuen Besucherrekord war allerdings nicht zu denken. Gut besucht war das närrische Treiben aber dennoch.

Die Sage vom Hexenschemel, wie sie im Heimatbuch der Gemeinde Mitteleschenbach verzeichnet ist, hat den noch jungen Brauchtumsverein, der 2013 aus der Taufe gehoben wurde, zu seinen Maskenschöpfungen inspiriert. Am Originalschauplatz — am Dorfplatz, wo sich Eschenbach und Moosbach treffen — kniete dieser Sage zufolge anno dazumal, als es noch keine Straßenbeleuchtung, dafür aber viel mehr Aberglauben gab, ein junger Bauer auf seinem "Hexenschemel" aus neunerlei Holz, um "die Hexen zu schauen".

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Grauslich-schöne Woldschebberer-Fosnocht

Zum dritten Mal luden die Mitteleschenbacher Woldschebberer zum Nachtumzug in die Mönchswaldgemeinde. Auf dem Dorfplatz inszenierten sie die Sage um den Hexenschemel.


Was er dann gegen Mitternacht zu sehen bekam, sei "ein furchterregender Geisterzug" gewesen, so berichtet die Sage. Darunter sei der neunmal geschwänzte Teufel gewesen, Dorfhexen sowie diverse böse, aber auch gute Waldgeister. Genau diesen Geistern und Wesen haben die Woldschebberer detailliert ausgearbeitete Gesichter gegeben und stellten, unterstützt durch eine entsprechende Geräuschkulisse über Lautsprecher, ein Feuerwerk und einen Erzähler (Hans Seitz), die beschriebenen Vorgänge dramatisch nach.

Dem vorausgegangen war ein Brauchtumszug der anwesenden Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung. Die Obererlbacher Böllerschützen sorgten für einen lautstarken Auftakt. Vier Guggenmusikkapellen gaben den Ton an und munterten das wartende Volk auf. Fulminanter Schlusspunkt unter der Inszenierung war ein Feuerwerk. Danach ging man zum gemütlichen Feiern im warmen Zelt über.

 

Margit Schachameyer E-Mail

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