Mittwoch, 23.10.2019

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Von BAP bis 10cc: Bei "Lieder am See" wird gerockt

Am 3. August steht Enderndorf wieder ganz im Zeichen des Festivals - 11.07.2019 17:20 Uhr

Verdamp lang her: 2011 waren Wolfgang Niedecken und BAP bei der Premiere der „Lieder am See“ dabei – am 3. August kehren sie an den Großen Brombachsee zurück. © Hans von Draminski


Nun, bei der neunten Auflage des Classic-Rock-Events auf dem schönsten Festivalgelände weit und breit, bestreiten Niedeckens BAP am Samstag, 3. August, erneut den abendlichen Höhepunkt – und wieder haben die Kölner starke Unterstützung dabei. "Lauter Bands, bei denen jeder Rockfan sofort einen oder mehrere Hits im Kopf hat", schwärmt Axel Ballreich vom veranstaltenden Concertbüro Franken (CBF).

"Dittna, Dittna, Dittna"

Funk-ensprühende Rhythmen, die in die Beine gehen: Mothers Finest mit Lead-Sängerin Joyce „Baby Jean“ Kennedy. © Tobias Tschapka


Zum Beispiel Mother’s Finest. Mit "Baby Love" hatten die Funk-Rocker um Sängerin "Baby Jean" Kennedy und Gitarrist Moses Mo 1977 ihren größten Hit. Fans aus Dittenheim lieben den Song besonders und reklamieren ihn gerne für sich. Heißt es in einer Refrain-Zeile doch: "Didn’t I, didn’t I, didn’t I baby"; was sich, von Baby Jean gesungen, tatsächlich anhört wie "Dittna, Dittna, Dittna, Baby . . ." Neben der Funk-Röhre Kennedy und Moses Mo sind mit Glenn "Doc" Murdock (Gesang) und Jerry "Wyzard" Seay noch zwei weitere Gründungsmitglieder dabei.

Nach dem Funk gibt’s Avantgarde-Rock aus den 1980er-Jahren: Der geniale John Watts gastiert mit seiner Band Fischer Z am Seeufer – und auch hier stellen sich sofort ein paar Ohrwürmer ein: "Marlies", "Berlin" und "Cruise Missiles" etwa vom legendären 1981er-Album "Red Skies Over Paradise". Viel zu häufig wird allerdings übersehen, dass der unermüdliche Watts inzwischen mehr als 30 Alben veröffentlicht hat – viele davon zu Unrecht weniger erfolgreich als die "Roten Himmel über dem Paradies".

Festival mit Welt-Hits

Sie sind die „Männer fürs Grobe“: Die Schweizer Hardrocker von Gotthard bedienen jene Fans, die’s gerne auch mal etwas lauter haben. © Matthias Hertlein


Wesentlich sanfter geht’s dann bei 10cc zur Sache: Die Band aus Manchester hatte ihre kreativste Phase in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren. In jener Zeit enstanden auch einige Welthits, die heute zum geläufigen Oldie-Repertoire zählen: etwa "Rubber Bullets" (1973), "Iʼm Not in Love" (1975) und "Dreadlock Holiday" (1978). 10cc verkauften weltweit mehr als 30 Millionen Alben, ihr Bassist und Sänger Graham Gouldman wurde als einer der weltweit führenden Songwriter in die amerikanische Songwriter’s Hall of Fame aufgenommen – neben Legenden wie John Lennon, Paul McCartney, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Leonard Cohen und Sting.

"Gereiftes Publikum"

Hier darf es etwas ruhiger sein: Bei 10cc und ihrem Superhit „I’m Not in Love“ kommt auch die romantische Seite des Rock zu ihrem Recht. © Detlef Gsänger


Die Hardrocker von "Gotthard" bereiten sodann den Boden für BAP. Für die Schweizer habe man sich "ganz bewusst entschieden", sagt Guido Glöckler, einer der drei CBF-Geschäftsleiter. Denn das "gereifte Publikum", das man bei den Liedern am See erwarte, höre "gerne auch mal etwas härter". Und es sei ein Publikum, "das auch heute noch auf Festivals geht".

"Und über allem thront Niedeckens BAP", sagt Axel Ballreich. Die Band, die in der nördlichen Hälfte Deutschlands zuverlässig für fünfstellige Zuschauerzahlen sorge, sei ein "Deutschrock-Klassiker" und für Enderndorf ein absolut "geeigneter Headliner". Die erwarteten gut 5000 Fans dürften sich auf ein zwei- bis zweieinhalbstündiges Finale eines langen Konzerttages freuen.

Genialer Avantgarde-Rocker: John Watts kommt mit seiner Band Fischer Z. © PR


Mit etwas weniger Andrang – und einem deutlich jüngeren Publikum – rechnen Glöckler und Ballreich am Vorabend, wenn Max Giesinger und Namika mit einer Doppel-Headliner-Sow auftreten. "Der gesamte Abend verspricht vom Mitsingen übers Träumen bis hin zum Abtanzen alle erdenklichen Emotionen – ein musikalisches Feuerwerk für alle Besucher", versprechen die Veranstalter. Das Festival steigt am Strandbad in Spalt-Enderndorf, Gastgeber sind die Stadt Spalt und das Concertbüro Franken. Besucher können die Musik nicht nur an der Bühne, sondern auch im Biergarten und am Badestrand genießen.

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