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Dienstag, 21.05.2019

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Toter Storch in Markt Berolzheim

Meister Adebar erlitt wohl einen Stromschlag - 13.03.2019 11:52 Uhr

Meister Adebar kam den Oberleitungen der Bahn viel zu nah. © Berndhard Langenegger


Nachdem ihm die Fundstelle genau beschrieben worden ist, war dem Storchenfachmann sofort klar, dass es sich um denselben Storch handeln muss, der sich dort seit einiger Zeit an einem Oberleitungsmast der Bahn zu schaffen macht.

Auf der Stelle machte sich Langenegger auf den Weg nach Markt Berolzheim und fand den toten Vogel im Gestrüpp liegend mit einer kleinen Brandverletzung am Flügel. Direkt gegenüber befindet sich der Mast, den er sich für seinen Horst ausgesucht hatte. Dieser war allerdings nicht mehr anfliegbar, weil die Bahn Maßnahmen getroffen hatte, die einen Nestbau unmöglich machen. Ein Schritt, den der Experte durchaus gut heißt, könne man doch an dem Unglücks-Storch sehen, dass die Stromleitungen der Bahn sehr gefährlich sind.

Vor allem bei unerfahrenen Jungstörchen sei die Gefahr groß. Erst 2017 ist ein Jungstorch aus dem Nest in der Bahnhofstraße beim ersten Ausflug in die Oberleitung geflogen und seinen Verletzungen erlegen.

Der tote Storch aus Markt Berolzheim war mit einem Ring versehen. Es handelt sich um A7625, er hatte jahrelang auf einem Horst in der Berolzheimer Ortsmitte gebrütet. Im letzten Jahr hatte er sich einen neuen Horst auf dem Mobilfunkmast am Bahndamm gebaut und dort mit seiner Partnerin erfolgreich drei Junge aufgezogen. 

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