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Premiere für "Xmas-Marathon" am Großen Brombachsee

Pfofelder Extremsportler Michael Snehotta lädt zu Rundlauf um See - 08.12.2018 07:54 Uhr

Michael Snehotta im Februar 2017 beim Hindernisrennen „Tough Guy“ im englischen Wolverhampton. © privat


"Ich liebe das Fränkische Seenland und kenne hier jeden Meter", sagt Michael Snehotta über seine Heimat, die er nach eigener Aussage auch anderen Menschen zeigen will. Am Besten unter sportlichen Gesichtspunkten. Deshalb hat der Extremläufer aus Pfofeld, der sich in der Vergangenheit schon in einige Ultra-Lauf-Abenteuer auf diesem Planeten gestürzt hat, auch den "Xmas-Marathon" ins Leben gerufen.

Am Samstag in einer Woche ist der Kleine Brombachsee Schauplatz für eine Marathon-Veranstaltung, fünfmal wird der etwas mehr als acht Kilometer lange Rundweg um den See bestritten. Die exakten 42,195 Kilometer – also die offizielle Marathon-Distanz – ist das nicht, aber darauf kommt es Snehotta auch nicht an.

"Die Strecke ist nicht offiziell vermessen, der Lauf hat keinen Wettkampfcharakter, es geht um das Erlebnis, um die spezielle Atmosphäre", sagt der Pfofelder, dem das Drumherum ebenso wichtig ist, wie der Sport. So will er mit seinen Mitstreitern – unter anderem den umliegenden Gemeinden, Sponsoren und dem Strandhotel Seehof Langlau – für eine tolle Atmosphäre sorgen und den See ringsherum mit Fackeln und Lampions beleuchten. Start ist deshalb auch erst um 14 Uhr, "die Teilnehmer sollen in die Dunkelheit laufen", sagt Snehotta.

Auch für das Ziel – wie der Start am Seezentrum Langlau beim Strandhotel – haben sich die Organisatoren etwas einfallen lassen. Denn am Veranstaltungstag findet der Weihnachtsmarkt am Seezentrum statt, die Läufer dürfen sozusagen in die vorweihnachtliche Atmosphäre eintauchen. Rund um den Lauf wird auch ein Rahmenprogramm angeboten.

Läufer aus Spanien und England

Der Kleine Brombachsee (vorne) ist am 15. Dezember Schauplatz für den ersten „Xmas-Marathon“. © Limes-Luftbild.de


Offenbar hat Snehotta den Nerv einiger Läufer getroffen, das Anmeldefenster hat in diesen Tagen schon geschlossen, Nachmeldungen vor Ort sind nicht möglich. "Ich bin in der Läuferszene gut vernetzt", sagt der Ultraläufer, der alleine über seine Lauf-"Community" 60 Anmeldungen – auch aus Spanien oder England – bekommen hat. Und damit ist es auch gut, mehr Läufer will Snehotta gar nicht an den Start gehen lassen – schließlich soll man es bei einer Premiere ja auch nicht übertreiben.

Und der Pfofelder hat schon die nächste Veranstaltung im Visier. Für den 27. April 2019 ist der "Seenländer Ultra Trail" ausgeschrieben. Auf 146 Kilometern geht es binnen 24 Stunden ohne Pause durch das Fränkische Seenland, Altmühlsee, Brombachsee und Rothsee eingeschlossen; Start und Ziel ist auch hier in Langlau. "Naturgenuss, Kulturerlebnis und fränkische Lebensart auf 146 Kilometern", werben die Organisatoren um Snehotta für diesen Ultra-Lauf.

Weitere Ideen hat Michael Snehotta auch, zwei Sachen stehen dabei für ihn im Vordergrund. "Es werden immer Lauf-Veranstaltungen in der Region bleiben, es geht darum, das Seenland in sportlicher Hinsicht noch bekannter zu machen."

Und dabei keine Konkurrenz zu bestehenden Veranstaltungen wie den Altmühlseelauf oder den Seenlandmarathon am Großen Brombachsee herzustellen, weshalb der "Xmas-Marathon" laut Snehotta auch in den Winter gelegt wurde. Ihm schwebt vielmehr eine Zusammenarbeit mit den anderen Veranstaltungen vor. An Ideen soll es nicht scheitern.

Nähere Informationen gibt es unter www.seenlaender-ultra.com

Mathias Hochreuther E-Mail

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