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Mittwoch, 24.07.2019

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Infobörse machte Lust auf schöne Tage im Seenland

Bei der "Messe" in Pleinfeld stellten die Akteure der Tourismusregion ihre Angebote vor - 31.03.2019 18:07 Uhr

Gerne machten die Verantwortlichen des Tourismusverbands und die VIPs am Stand der Bayerischen Gartenschau in Wassertrüdingen Station. Mit dem Großereignis in der Wörnitzstadt sind viele Hoffnungen auch für das Fränkische Seenland verbunden. © Wolfgang Dressler


Die Infobörse, die vom Tourismusverband organisiert wird, ist jedes Jahr eine Art inoffizieller Auftakt in die neue Saison. Und in der richten sich alle Blicke auf die Bayerische Gartenschau in Wassertrüdingen. Sie dauert vom 24. Mai bis 8. September und soll weit ins Land hinaus ausstrahlen, also auch die Gäste im Fränkischen Seenland an die Wörnitz locken und zugleich den Beherbergungsbetrieben guttun. Der Seenland-Tourismusverband ist bei Vorbereitung und Durchführung involviert und nicht minder die drei Landkreise, die sich bei Wassertrüdingen berühren: Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries.

Große Hoffnungen setzen die Touristiker außerdem in den Fränkischen WasserRadweg. "Radfahren an Fluss und See" heißt hier die Devise. Die Rundtour ist 450 Kilometer lang, verläuft an Flüssen, Kanälen und Seen, verspricht außerdem Burgenromantik und idyllische Landschaften. Die Eröffnung wird am 21. Juni auf dem Gartenschaugelände in Wassertrüdingen gefeiert. Der Radweg ist – so darf man es durchaus sagen – ein "Baby" von Hans-Dieter Niederprüm, dem Geschäftsführer des Seenland-Tourismusverbands. Er hofft, dass auch die letzten Gemeinden an der Strecke sich noch einen Ruck geben und mitmachen werden.

Attraktion Nummer drei ist der neue Wakepark am und im Kleinen Brombachsee unterhalb von Absberg. Es handelt sich um eine Privatinvestition mit einem Volumen von rund 2,2 Millionen Euro. Zwei junge, begeisterte Burschen namens Jonas Wörrlein und Matthias Bauer waren von ihrer Idee und dem Trendsport Wakeboarden überzeugt und haben die Sechs-Mast-Anlage erstellt. Derzeit bereiten sie noch mit Hochdruck die gastronomische Einrichtung vor. Am 8. Juni wird die Anlage eingeweiht.

Derweil will auch der Hahnenkamm endlich beim Fremdenverkehr zulegen und hat als Neuerung das sanierte Kloster Heidenheim vorzuweisen. Vor wenigen Rahmen ist die Begegnungs-, Bildungs- und Dokumentationsstätte feierlich eingeweiht worden. Bürgermeisterin Susanne Feller sieht, dass sich bereits mehr als früher im Ort tut, einfach mehr Leute da sind. Nicht zuletzt mit der neuen Gastronomie (Klosterschenke) soll das zweifellos vorhandene Potenzial besser ausgeschöpft werden. Es sind zahlreiche Veranstaltungen und Seminare in Heidenheim geplant.

Bürgermeister im Gespräch: Susanne Feller (Heidenheim) und Willi Renner (Pfofeld). © Wolfgang Dressler


Landrat Gerhard Wägemann, der Vorsitzende des Tourismusverbands Fränkisches Seenland, verwies zur Eröffnung der Infobörse auf den hohen erreichten Stand in ganz Bayern, in Franken und speziell in "seinem" Gebiet. Im Freistaat wurden vergangenes Jahr knapp 99 Millionen Gästeübernachtungen registriert (plus 4,6 Prozent), es war ein Rekordjahr. Bayern hat mittlerweile einen Marktanteil von 21 Prozent bei den Übernachtungen in Deutschland. Immer mehr Ausländern kommen, ihr Anteil im Freistaat ist auf 21 Prozent bei den Übernachtungen geklettert.

Auch Franken meldete ein Plus von 4,1 Prozent, womit 23 Millionen Übernachtungen erreicht wurden. Nimmt man die Gebiete in Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen, die zum Tourismusverband Franken gehören, hinzu, kommt man sogar auf 25 Millionen Übernachtungen im Jahr 2018.

Das Fränkische Seenland kann mit seinen rund eine Million Übernachtungen wieder sehr zufrieden sein, befand Wägemann. Das leichte Minus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist wohl der statistischen Unschärfe geschuldet. Pro Gast errechnen sich im Schnitt drei Übernachtungen – ein starker Wert.

Rechnet man alles zusammen – vom Ausflügler über den Campingurlauber bis zum Gast in der Ferienwohnung und im Hotel —, kommt man auf einen Jahresumsatz von 255 Millionen Euro. Damit sei der Tourismus "ein treibender Motor in unserer Region". Hinzu komme, dass Zweckverbände und Kommunen kontinuierlich die Infrastruktur verbesserten, und das komme auch der heimischen Bevölkerung zugute.

Miriam Zöllich machte auf vielen Veranstaltungen rund um den Brombachsee aufmerksam. © Wolfgang Dressler


Hans-Dieter Niederprüm hatte zu vermelden, dass die Webseite des Verbands 2018 sehr gut besucht war (nach einem Dämpfer zuvor). Gerade die Erfahrungsberiche auf den sozialen Kanälen seien von großer Bedeutung, das zeige sich bereits jetzt beim Fränkischen WasserRadweg. Wirkungsvoll seien auch Blogs wie etwa der von Miriam Zöllich. Sie ist Mitarbeiterin beim Zweckverband Brombachsee, und darüber hinaus schreibt sie im Internet über ihre Erfahrungen im Seenland. Dabei geht sie vollkommen unabhängig vor, wird von niemandem beeinflusst, hob Niederprüm hervor.

 

 

 

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