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Montag, 16.12.2019

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In Gunzenhausen steht wieder ein Wunschbaum

Aktion des Diakonischen Werks beschert bedürftigen Menschen eine Weihnachtsfreude - 20.11.2019 06:28 Uhr

Mit einem „Tausender“ greift die Sparkasse Gunzenhausen auch in diesem Jahr der Diakonie bei ihrer Wunschbaum-Aktion unter die Arme. Unser Bild zeigt die beiden Sparkassen-Mitarbeiter Ursula Waschkuhn-Hofmann und Matthias Böck mit Irene Rottler-Steiner (Mitte) bei der Scheckübergabe. © Erich Neidhardt


Eine Babypuppe ist der sehnlichste Wunsch eines fünfjährigen Mädchens, ein kleiner Junge wünscht sich ein Laufrad (auch gerne gebraucht), ein Familienvater braucht dringend ein günstiges Haarschneidegerät, eine alleinerziehende Mutter eine Bratpfanne und eine Seniorin eine Wolldecke für die schwer heizbare kleine Wohnung.

"Es gibt im Landkreis viele Menschen, die sich solche ,einfachen’ Dinge nicht leisten können, nicht genug Geld für Weihnachtsgeschenke, einen Baum oder ein besonderes Essen zu Weihnachten haben", weiß Irene Rottler-Steiner, die die Aktion seitens des Diakonischen Werks von Anbeginn federführend betreut. Diese Menschen dürfen beim Diakonischen Werk einen Wunschzettel ausfüllen und sich einen Wunsch erfüllen lassen. Die Zettel werden dann an die Wunschbäume gehängt. Wer einen Wunsch erfüllen möchte, kann sich einen Zettel abnehmen, ein Päckchen packen und es in einer der Annahmestellen der Diakonie abgeben.

Damit die Freude auch wirklich bei den unterstützungsbedürftigen Menschen ankommt und Missbrauch verhindert wird, müssen entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Einen Wunschzettel darf ausfüllen, wer beispielsweise Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Wohngeld, einen Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezieht. Dies gilt auch für die in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Kinder, denen bei der Diakonie-Weihnachtsaktion ein besonderes Augenmerk gilt.

Die Wunschbäume stehen in Gunzenhausen in der Sparkassen-Hauptstelle sowie in Diakoniekaufhaus und in der evangelischen Stadtkirche. Aber auch in anderen Orten, etwa in Weißenburg, Treuchtlingen oder in Heidenheim, warten Wunschzettel auf freundliche Unterstützer. Zettel, die niemand abgenommen hat, werden durch Geldspenden erfüllt. "Ein ehrenamtlicher Helferkreis kauft die Geschenke rechtzeitig ein, damit am Heiligen Abend jeder ein Päckchen auspacken kann", so Irene Rottler-Steiner. Kein Wunsch bleibe unerfüllt.

Nach ihren Angaben wurden heuer zur Halbzeit bereits rund 800 Wunschzettel ausgefüllt. Bis zum Ende der Aktion, die Ende Oktober startete, rechnet sie mit der doppelten Zahl. Jährlich sei eine Steigerung von etwa zehn Prozent zu verzeichnen.

Laut Rottler-Steiner sind schon jetzt viele Zettel abgenommen, um den jeweiligen Wunsch zu erfüllen. Sie freut sich über jegliche Unterstützung und dankt besonders den Firmen und Privatleuten, die sich seit Jahren regelmäßige in die Aktion einbringen. Von Anfang an dabei ist die Sparkasse Gunzenhausen. Damit auch in diesem Jahr bedürftigen Menschen zu Weihnachten eine wirkliche Freude bereitet werden kann, unterstützt sie mit einer Geldspende zum elften Mal die Aktion der Diakonie. Sparkassen-Mitarbeiter Matthias Böck überreichte jetzt im Beisein seiner Kollegin Ursula Waschkuhn-Hofmann in der Schalterhalle am Marktplatz einen symbolischen Scheck in Höhe von 1000 Euro an Irene Rottler-Steiner. Die verantwortliche Mtarbeiterin der Diakonie bedankte sich im Namen von Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer, dem Wunschbaum-Team und allen Wünschern für die großzügige Unterstützung. "Diese ist auch dringend notwendig, denn in den Beratungsstellen der Diakonie wird deutlich, dass die wirtschaftliche Not bei Langzeitarbeitslosigkeit, nach einer Scheidung, bei chronischer Krankheit, Behinderung und im Alter zunehmend steigt", merkte sie an. Es sei in solchen Lebensumständen kaum mehr möglich, Kindern und Angehörigen eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten. Oftmals reicht das Geld nicht für die einfachsten Sachen.

"Die Spende der Sparkasse – und hoffentlich vieler anderer Unterstützer – macht es möglich, gezielt auf die Wünsche der Bedürftigen einzugehen", freute sich Rottler-Steiner. Das Wunschbaum-Team kümmere sich um die Vermittlung der Geldspende zur Erfüllung der einzelnen Weihnachtswünsche. Die Vergabe der Päckchen erfolgt nach ihren Angaben am 18. und 19. Dezember.

Die Initiatoren der Wunschbaum-Aktion hoffen, dass gerade auch von der heimischen Wirtschaft in Form von konkreten Sachspenden, Gutscheinen für verschiedene Dinge oder Dienstleistungen großzügig geholfen wird. Alle Informationen zum Wunschbaum sind auf der Internetseite www.diakonie-wug.de zu finden.

Erich Neidhardt E-Mail

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