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Donnerstag, 20.06.2019

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FFW Gräfensteinberg feiert Jubiläum

Die Brandschützer erhielten viel Lob für ihren ehrenamtlichen Einsatz - 18.05.2019 17:31 Uhr

Eine Ehrung hab es auch für die Feuerwehrdamen, die vor 50 Jahren als erste weibliche Gruppe im Landkreis aktiven Feuerwehrdienst leisteten. Sie waren ihrer Zeit um einiges voraus. © Horst Kuhn


Bevor es offiziell im Festzelt losging, war es Vorstand Reiner Hirsch ein wichtiges Anliegen, an die verstorbenen Mitglieder und Vorfahren zu erinnern. Worte des Gedenkens sprach Pfarrer Matthias Knoch, selbst aktiver Feuerwehrmann.

Nach dem Einmarsch des Patenvereins, der Gründungsdamen, der Jubelwehr, der Patenwehr aus Kalbensteinberg und der Gräfensteinberger Festdamen mit Festdamenführer Mario Hirsch in das Festzelt, begrüßte Kommandant Markus Heid und Vorstand Reiner Hirsch die Abordnungen von zahlreichen Wehren, die am Eröffnungszug teilnahmen.

Im Zelt angekommen, eröffnete Bürgermeister Karl Hertlein, gleichzeitig Schirmherr des Doppeljubiläums, den Reigen der Grußwortredner. Er lobte den gemeindlichen Bauhof für die Mithilfe bei der Vorbereitung des Festes und hob die Zusammenarbeit innerhalb der FFW Gräfensteinberg hervor, die mit dem Fest zeige, was eine gute Dorfgemeinschaft ausmache.

Stellvertretender Landrat Robert Westphal zeigte sich erfreut darüber, dass im Ort bereits vor 50 Jahren eine Damenfeuerwehr gegründet und damit schon damals der Blick auf die weitere Zukunft der Wehr gerichtet worden ist. "Feuerwehren sind unverzichtbar für das Leben im Dorf. Unsere Städte und Gemeinden stehen hinter den Wehren", so Westphal.

Pfarrer Knoch betonte, dass er in den Wehren eine Verwirklichung von Nächstenliebe erlebe. Feuerwehren seien Ecksteine in den Gemeinden, und er sei stolz und dankbar, als Seelsorger und aktiver Feuerwehrmann in den Diensten der Gräfensteinberger Wehr zu stehen. Auf den Anteil aktiver Feuerwehrfrauen ging die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß ein. Dieser liege bayernweit bei acht Prozent.

MdL Manuel Westphal wies darauf hin, dass in Gräfensteinberg viel Engagement und Eigeninitiative vorherrsche, das ehrenamtliche Engagement jedoch einen "Kick" brauche, um in der Gesellschaft neue Wege zu gehen.

Lob für Einsatzbereitschaft

Glückwünsche zum Jubiläum gab es zudem von Kreisbrandrat Werner Kastner (Haundorf). Sein Dank galt allen Männern und Frauen, die sich ehrenamtlich in ihren Orten einbringen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Kreisbrandmeister Werner Kastner jun. lobte die Einsatzbereitschaft der Gräfensteinberger Wehr, die ein wichtiger Bestandteil im Brandkreis 8 sei. Die Frauenbeauftragte der Feuerwehren im Landkreis, Romy Huber, ging auf die Entwicklung der Damenwehr ein und erklärte: "Es gibt für die Frauen noch viel zu erreichen. Frauen sind bereit, in den Wehren Dienst zu leisten, jedoch braucht man dafür die entsprechende Ausrüstung und Bekleidung."

Das Grußwort des Patenvereins aus Kalbensteinberg sprach Kommandant Christoph Heidingsfelder, der an die 30-jährige Patenschaft zwischen den Wehren erinnerte und darauf hinwies, dass es in Zeiten von Schichtarbeiten und allerhand Freizeitmöglichkeiten schwierig werde, junge Leute für die Feuerwehrtätigkeit zu begeistern. Das sei jedoch äußerst wichtig.

Die langjährigen aktiven Feuerwehrler wurden beim Festauftakt ausgezeichnet, hier mit Vorstand Reiner Hirsch, Kommandant Markus Heid (hinten rechts) und Vertretern aus Feuerwehr und Politik. © Horst Kuhn


Gemeinsam führten Robert Westphal, Manuel Westphal und Bürgermeister Hertlein die Ehrung aktiver Brandschützer durch. Mit dem Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit wurden Walter Feuchtenberger, Helmut Knoll, Walter Lebender, Gerhard Rottenberger und Friedrich Zink geehrt. Das Ehrenzeichen in Silber wurde verleihen an Stefan Fuchs, Stefan Bauer, Andreas Nehmeier und Thomas Knoll.

Vorstand Hirsch war es vorbehalten, einen Blick auf die Gründung der Damenfeuerwehr zu werfen, die vor 50 Jahren durch eine Wette mit dem damaligen Landrat Hans Georg Klaus entstanden ist. Namentlich bat Hirsch die "Gründungsdamen" auf die Bühne und überreichte ihnen einen Blumenstrauß sowie ein Bild, das damals im Altmühl-Boten veröffentlicht worden ist.

Den geselligen Teil bestritt die Festkapelle "D’Maihinger". Das Programm am Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst, zu dem Regionalbischöfin Gisela Bornowski erwartet wird. Um 13.30 Uhr startet der große Festzug. 

HORST KUHN E-Mail

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