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Freitag, 21.06.2019

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Festzug: Wagen löst sich und überrollt zwei Menschen

Tragischer Unglücksfall überschattet das Feuerwehrfest in Gräfensteinberg - 19.05.2019 17:25 Uhr

Dieser altertümliche Spritzenwagen löste sich von der Anhängerkupplung seiner Zugmaschine, rollte die steile Brombacher Straße in Gräfensteinberg hinab, kippte um und begrub zwei Feuerwehr-Senioren unter sich. Einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. © News5/Ralph Goppelt


Der Festzug, mit dem die Gräfensteinberger Feuerwehrler ihre Festlichkeiten zum 120-jährigen Bestehen der FFW und zum 50-jährigen Bestehen der Damenwehr krönen wollten, hatte sich am frühen Nachmittag an der steilen Ortseinfahrt von Brombach her gerade in Bewegung gesetzt. Mit dabei ein Traktor der Patenwehr aus Kalbensteinberg, der als Blickfang eine alte Feuerwehrspritze zog.

Wie der Altmühl-Bote vor Ort in Erfahrung brachte, löste sich das historische Gerät ausgerechnet an der steilsten Stelle der Straße von der Anhängerkupplung, rollte etwa 50 Meter die Brombacher Straße bergab, prallte mit voller Wucht gegen eine Gartenmauer, kippte daraufhin um und begrub zwei Einsatzkräfte der "Kalber" Patenwehr, die zusammen mit einigen ihrer Kameraden auf dem Spritzenanhänger mitgefahren waren, unter sich. Ein 77-Jähriger erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen, ein 78-Jähriger wurde mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Zwei der Personen, die sich auf der Kutsche befanden, konnten sich zuvor mit einem beherzten Sprung retten. Weitere Feuerwehrleute, die an dem Festzug beteiligt waren, und auch andere Zuschauer kamen mit dem Schrecken davon.

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Die Verantwortlichen der Gräfensteinberger Wehr reagierten unverzüglich auf den Unglücksfall, indem ein Teil der Festzugteilnehmer eine neue Wegstrecke zugeteilt bekam. Schon während des Zugs und auch beim anschließenden geselligen Beisammensein mit Grußworten im Festzelt wollte dann keine rechte Stimmung mehr aufkommen.

Die genaue Ursache, warum sich die angehängte altertümliche Spritze von ihrem Zugfahrzeug lösen konnte, wird noch ermittelt. Gutachter und auch die Gunzenhäuser Polizei mit ihrem Chef Harald Eckert waren vor Ort. 

kuhn/News5/enei E-Mail

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