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Dienstag, 25.06.2019

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Die Meinheimer Bürger sind sehr engagiert

Bürgermeister Wilfried Cramer lobt bei Bürgerversammlung den Zusammenhalt im Dorf - 23.05.2019 17:32 Uhr

Ein schöner Blick auf Meinheim, das durch die Auslagerung der Staatsstraße extrem gewonnen hat. Zur Freude von Bürgermeister Wilfried Cramer leben dort sehr engagierte Bürger. © Wolfgang Dressler


Zunächst ging Cramer auf die Projekte und Geschehnisse des vergangenen Jahres ein. Meinheim mit seinen Ortsteilen Wolfsbronn, Oberweiler und Kurzenaltheim, gehört im Landkreis zu den kleinsten Verwaltungs-einheiten. Das hält Einwohner laut Cramer aber nicht davon ab, sich engagiert und mit viel Einfallsreichtum einzubringen.

In Kurzenaltheim stand die anstehende Flurneuordnung im Fokus. Die Arbeitskreise sind mit viel Elan an die Sache herangegangen und haben, so Cramer, mit ihren Vorschlägen und Ideen bei der Präsentation nicht nur die Eigentümergemeinschaft überzeugt. Über 80 Prozent stimmten am Ende für die Durchführung des Neuordnungsverfahrens. Cramer rechnet mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen für das kommende Jahr.

Auch der Gemeinderat befasste sich mehrfach mit dem Thema, das Gremium richtete sich dabei aber stets nach dem Willen der Mehrheit. Für Wilfried Cramer steht angesichts von Zuschüssen in Höhe von rund einer Million Euro immer noch fest: "Es wäre ja Wahnsinn gewesen, wenn wir das nicht gemacht hätten."

Meinheims Bürgermeister Wilfried Cramer. © Rosemarie Meyer


Ein weiteres wichtiges Thema in der Gemeinde ist laut Cramer die Innenentwicklung. 2016 hatte der Gemeinderat beschlossen, leerstehende Objekte im Ort zu erwerben und weiterzuverkaufen. Damit verbunden ist, falls notwendig, eine Abrissverpflichtung und Bauzwang innerhalb von fünf Jahren.

Grünstreifen für Radweg

Im vergangenen Jahr wurden so zwei Objekte weiterveräußert. Außerdem erwarb die Gemeinde einen Grünstreifen für einen neuen Radweg. Bei der Sanierung der Mehrzweckhalle gab es eine Verzögerung, weil Unklarheit über die Barrierefreiheit herrschte. Die Gemeinde hat entsprechend umgeplant, um den Ansprüchen für die staatliche Förderung zu genügen. Jetzt sind die Arbeiten, die von vielen freiwilligen Helfern unterstützt wurden, fast abgeschlossen. Das Jubiläum der Feuerwehr im Juni wird in der Halle gefeiert, stellte der Bürgermeister in Aussicht.

Dank einer privaten Spende hat die Gemeinde einen Defibrillator gekauft. Die Feuerwehr wird Schulungen für den Umgang mit dem Gerät anbieten.

Cramer erklärte, dass es von außen immer wieder "Störfeuer" im Bezug auf die Planung der gemeinsamen Abwasserentsorgung mit Markt Berolzheim gab. Der Gemeinderat habe hier viel Zeit investiert. Alle Hinweise seien geprüft worden, dabei sei immer wieder festgestellt worden, dass die Planung des beauftragten Ingenieurbüros richtig sei. Das habe zu Verzögerungen geführt, die aber auch ihr Gutes hatten: Zwischenzeitlich gab es neue, gesetzliche Fördermöglichkeiten, die die Gemeinde jetzt in Anspruch nehmen kann.

In diesem Zusammenhang soll die Kanalsanierung in Wolfsbronn noch einmal neu überprüft werden, kündigte Cramer an. Da die Ortsbewohner nicht voll überzeugt waren, habe der Gemeinderat die Maßnahme nicht weiterverfolgt. Allerdings sollte diese Entscheidung mit Blick auf die neuen Fördermöglichkeiten neu überprüft werden.

Leichte Sorgen bereitet der Meinheimer Friedhof. Da die Bodenbeschaffenheit nicht sehr gut sei, müsse überlegt werden, ob nicht nur noch Einzelgräber ausgewiesen werden, schilderte Cramer das Problem. Die Frage sei auch, ob die sehr lehmigen Stellen künftig Urnengräbern vorbehalten bleiben sollten. Das neue Urnenfeld ist fertig und nach Meinung Cramers sehr gelungen.

Wird Kinderkrippe gebaut?

Derzeit prüft die Gemeinde, ob in Meinheim eine Kinderkrippe gebaut werden sollte. Der Altmühl-Radweg soll demnächst asphaltiert und die Nordmauer am alten Weiher instandgesetzt werden. Da er als Löschweiher dient, sei Eile geboten.

An der Abzweigung nach Meinheim an der Biogasanlage Westphal soll eine Abbiegespur kommen, berichtete Cramer weiter, da es dort immer wieder zu Unfällen gekommen sei. Da die Nachfrage nach Bauland in letzter Zeit wieder deutlich gestiegen ist, will die Gemeinde ein neues Gebiet in Richtung Wolfsbronn ausweisen.

Mit dem Zahlenspiegel 2018 beendete Wilfried Cramer die Versammlung. Meinheim ist demnach finanziell relativ gut aufgestellt. Die Verschuldung hält sich in Grenzen. Ihre Haupteinnahmen bezieht die Gemeinde aus der Einkommens-, Gewerbe- und Grundsteuer. 

Rosemarie Meyer E-Mail

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