Samstag, 07.12.2019

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Trotz Regen: Gute Stimmung beim Fürth Festival

Am Samstag kamen zahlreiche Zuhörer zu den Bühnen - 14.07.2019 18:39 Uhr

Der Chor des Altstadtvereins unter der Leitung von Mercan Kumbolu lud am Sonntag zur Vokalrunde auf dem Kirchenplatz. © Hans-Joachim Winckler


Am Sonntagnachmittag, endlich, kam das Wetter, das sich jeder Festival-Veranstalter wünscht: Trocken, warm, aber nicht heiß und mit einer frischen Brise. Es schien, als hätten viele Fürther genau auf diesen Mix gewartet, um doch noch auf dem 22. Fürth Festival vorbeizuschauen.

Nahezu alle Bierbänke auf der Freiheit waren am Nachmittag besetzt, die Sven Bach mit seinem trockenem Humor die Bühne enterte und die Zuschauer mit Gedanken über die Franken unterhielt. Nicht fehlen durfte auch das Fürther Erfolgsduo Waltraud und Mariechen, die das Publikum gewohnt charmant begrüßten: „Etz sind‘s alle da. Wenn‘s nix kost, dann kummas aus ihre Löcher!“ Reger Betrieb herrschte auch um die Neue Mitte. Dort war es fast so voll wie sonst am verkaufsoffenen Sonntag, der heuer erstmals von der Stadt gestrichen worden war.

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Dabei war die Veranstaltung  verhalten gestartet. Immer wieder öffnete der Himmel am Freitag und Samstag seine Schleusen, um den einen oder anderen Schauer auf das Festival niederzulassen, das die Kleeblattstadt in einen attraktiven Musikpavillon verwandelte. Durchwachsen wie das Wetter war aber auch das Angebot: Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Zwischen dem familiären Griechenfest im lauschigen Rathaushof – das zwar nicht Bestandteil des Festivals war, aber zeitgleich am Samstag stattfand –  und der großen Sause auf der Freiheit war genug Platz für Zwischentöne. Mit ihren von Bars und Imbissständen flankierten Biertischgarnituren ist die Freiheit als Treffpunkt allemal einladender als die Stehgalerie des Nürnberger Hauptmarkts beim Bardentreffen – auch wenn das musikalische Kaliber nicht zu vergleichen ist.

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„Ich gehe lieber zum Fürth Festival als zum Bardentreffen, das ist mir zu stressig“, sagte eine  Nürnbergerin. Etliche Besucher zog es aus dem Rummel im Fokus der Lautsprecher ins grüne Umfeld der Freiheit. Das Milchhäusle in der Adenaueranlage bekam dadurch ebenso Zulauf wie die Imbissstände des neuen Wochenmarkts. Im Vergleich zum  vollen Haus beim Gnadenlos Grand Prix am Freitag hatten sich die Reihen am frühen Samstagabend schon etwas gelichtet – was aber auch am Regen lag, der immer wieder von Himmel kam. Zu vorgerückter Stunde dagegen war die Freiheit gut gefüllt.

Nicht schrecken ließen sich davon die Metal-Fans, die am Grünen Markt dicht gedrängt Bands wie  „Ozzifield“ um Sänger Henning Wanner verfolgten, der spektakulär in den Fußstapfen von Ozzy Osbourne wandelt.

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Auch um die „Steel Roses“, die ihren Auftritt bereits am späteren Nachmittag hatten, scharte sich bereits ein bunt gemischtes Publikum. „Hier in Fürth waren wir noch nie“, rief Frontfrau Tani Rox nach einem Scorpions-Klassiker in ihr Mikro. „Was für eine wunderschöne Stadt!“ Ein Eindruck, der vielleicht auch an der dramatischen Wolkenformation lag, die sich über dem Kirchturm von St. Michael zusammengeballt hatte.
Nicht ganz so lauschig wie am Grünen Markt war heuer die Bühne am Hallplatz – was vor allem an den Absperrungen  lag, die die Baustelle am Franz-Josef-Strauß-Platz abriegelten. Ein paar versprengte Zuhörer hatten Stellung vor der Band „Von Weiden“ bezogen, einige wiegten sich zaghaft zu den Balkan-Klängen. Verwaist dagegen waren die nassen Biertische. Doch auch dieser Schauplatz profitierte am Sonntag vom Sonnenschein: Beim Auftritt von „Revolving Compass“ zogen manche Tänzer sogar ihre Schuhe aus.

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