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Mittwoch, 23.10.2019

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Tödlicher Unfall mit Streifenwagen: Polizist vor Gericht

Am Donnerstag beginnt der Prozess um das Unglück bei Wintersdorf - 15.05.2019 06:00 Uhr

Im vergangenen April kollidierte auf der Rothenburger Straße in Wintersdorf ein Polizeifahrzeug mit einem Mopedfahrer. Nun beginnt der Prozess gegen den Beamten. © ToMa


Mehr als ein Jahr ist vergangen seit dem tödlichen Unfall bei Wintersdorf. Der Polizist, der damals am Steuer saß, muss sich jetzt vor Gericht verantworten. Am Donnerstag beginnt der Prozess.

Bei der Kollision mit dem Streifenwagen am 15. April 2018, einem Sonntag, hatte ein junger Mopedfahrer sein Leben verloren. 30 Jahre war er zu dem Zeitpunkt alt.

Dem Beamten, damals ebenfalls 30 Jahre alt, der an dem Tag mit einem Kollegen im Streifenwagen zu einem Einsatz in Dietenhofen (Landkreis Ansbach) eilte, werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft ist nach ihren Ermittlungen zum Ergebnis gelangt, dass der Polizist auf der Rothenburger Straße mit hohem Tempo fuhr – und dabei nicht die gebotene Sorgfalt gezeigt habe. Dass er Martinshorn und Blaulicht eingeschaltet habe, reiche nicht, heißt es.

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Von Polizeiauto erfasst: Mopedfahrer kommt bei Zirndorf ums Leben

Ein Polizeiauto mit Blaulicht erfasste am Sonntagnachmittag ein Moped, dessen Fahrer noch an der Unfallstelle verstarb. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, deshalb wurde von der Staatsanwaltschaft ein Gutachter an die Verbindungsstraße von Zirndorf nach Ammerndorf beordert.


Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, auf Höhe von Wintersdorf bei roter Ampel mit mindestens 140 km/h in die Kreuzung Rothenburger/Ansbacher Straße eingefahren zu sein; erlaubt sind in dem Abschnitt grundsätzlich 70 km/h. In der Kreuzung erfasste der Streifenwagen den von rechts kommenden Mopedfahrer, dessen Ampel laut Staatsanwaltschaft Grün gezeigt hatte.

Sachverständiger ist geladen

Anschließend kollidierte das Polizeiauto mit einem entgegenkommenden Audi A4. Der Mopedfahrer starb noch an der Unfallstelle. Der Audi-Fahrer wurde leicht verletzt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wäre der Unfall vermeidbar gewesen. Da seine Ampel Rot zeigte, hätte der Polizist vorsichtiger in die Kreuzung fahren müssen.

Der Prozess sollte eigentlich Mitte März beginnen, musste aber verschoben werden, weil der Verteidiger des Beamten erkrankte, wie das Fürther Amtsgericht erklärte. Die öffentliche Verhandlung findet am Donnerstag ab 8.30 Uhr im Sitzungssaal 104 (1. OG) im Amtsgericht in der Bäumenstraße 32 statt. Es sind mehrere Zeugen und ein Sachverständiger geladen.

Claudia Ziob

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