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Sonntag, 20.09.2020

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Langenzenn: Kita in der Reichenberger Straße

Stadträte lehnen Vorschlag der Verwaltung ab - 18.07.2020 12:58 Uhr

Hier ist kein geeigneter Platz für eine weitere Kindertagesstätte in Langenzenn. Darin waren sich die Stadträte einig.

© Foto: Heinz Wraneschitz


"Alle Fraktionen sind spontan gegen die Milchgasse. Das ist selten." In der jüngsten Sitzung des Stadtrats, der immer noch als Ferienausschuss in reduzierter Größe tagt, war Wolfgang Erhart (SPD) die Verwunderung anzumerken, als CSU-Sprecher Manfred Durlak für seine Fraktion verkündet hatte: "Wir schließen uns dem Vorschlag Reichenberger Straße an. Wo eine Schule hingepasst hätte, passt eine Kita auch hin."

Die Verwaltung hatte als Ersatz für die aktuelle Übergangslösung am Klaushofer Weg – dort läuft die Genehmigung aus – neue Vorschläge gemacht. Sie sah die Notwendigkeit, insgesamt vier neue Kita-Gruppen einzurichten. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, sollten sogar Reserven für zwei weitere Gruppen eingeplant werden.

"Mindestgröße 2500 Quadratmeter" lautete deshalb der Flächenbedarf, mit dem nach vorhandenen, freien Grundstücken gefahndet wurde. Denn eines stand für Liegenschafts-Fachmann Thomas Steidl fest: "Für eine dauerhafte Lösung ist keines der bereits bestehenden Gebäude geeignet."

Prüfen auf Eignung

Das sah FW-Mann Alfred Jäger überhaupt nicht so: "Wir würden das Areal am Denkmalplatz bevorzugen." Die dortige, denkmalgeschützte Bausubstanz könne man mit Fördermitteln bestimmt gut auf das Niveau einer Kindertagesstätte bringen, so Jägers Idee.

Doch auch er konnte sich mit dem Vorschlag der anderen Fraktionen anfreunden, das freie Grundstück an der Reichenberger Straße, also zwischen altem Hallenbad und neuer Feuerwache, auf seine Eignung prüfen zu lassen.

Die Bedenken der Verwaltung, an dieser Stelle müsse erst Baurecht geschaffen werden, und das würde zu lange dauern, wischten die Ratsmitglieder in der Sitzung dann vom Tisch.

Deshalb wird nur dieser Standort im Westen der Stadt geprüft, zwei dieser Studien wollten die Ratsmitglieder nicht finanzieren: Etwa 15 000 Euro koste eine Untersuchung, hatte Stadtbaumeister Anton Meier auf Nachfrage geschätzt.

Heinz Wraneschitz

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