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Dienstag, 11.08.2020

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Harmonie beim Steiner Krügelareal

Für das Projekt zeichnet sich eine einvernehmliche Lösung ab - 28.06.2020 21:00 Uhr

Aus dieser Perspektive wird die Dimension des Geländes sichtbar: Auf 2,5 Hektar sollen mitten in Stein 248 Wohnungen entstehen.

© Foto: Hans-Joachim Winckler


"Wir danken Ihnen, dass Sie sich so viel Mühe gemacht haben." "Danke für Ihre Gesprächsbereitschaft." So viel Lob für einen Immobilieninvestor aus dem Mund von Stadtratsmitgliedern ist selten zu hören. In einer sehr harmonischen Sitzung hat Steins Bauausschuss über ein neues Wohnquartier inmitten der Stadt entschieden: Der Bebauungsplan "Südliches Krügelareal" ist ein gutes Stück vorangekommen.

Die Zugeständnisse, die die Schultheiß Projektentwicklung gegenüber den Wünschen der Nachbarn machte, hat wohl viel zur positiven Stimmung beigetragen. Entstehen werden auf dem Gelände mehrere Gebäude mit drei bis sechs Geschossen. Dies entspricht weitgehend dem ursprünglichen Entwurf. Somit passen 248 Wohnungen unterschiedlichster Größe, darunter 66 geförderte, und eine Kindertagesstätte auf das 2,5 Hektar umfassende Areal.

Ziel ist es, ein städtisches, aber auch grünes Quartier zu schaffen. "Es wird ein attraktives Wohngebiet, zentral und zugleich nahe am Stadtpark", sagte Bürgermeister Kurt Krömer voller Vorfreude. Verzichten wird Schultheiß nach der erneuten Überarbeitung seiner Pläne auf ein fünfgeschossiges Gebäude in der Nähe zur Nachbarbebauung in der Parkstraße. Hier hatten die Anlieger die Verschattung ihrer Gärten befürchtet. Das Stockwerk mehr wird deshalb auf ein Haus an der Knauppstraße gesetzt.

Gescheitert war die Bebauung lange wegen der Sorge um fehlende Parkplätze. Nun verzichten die Investoren aufgrund der Bedenken der Anwohner dennoch auf Stellplätze in unmittelbarer Nähe zu den Häusern der Parkstraße. Das soll auch die dort stehenden Bäume schützen.

Die Architekten haben eine andere Lösung für Stellplätze auf dem Gelände gefunden: Tiefgaragen und Parkgelegenheiten am Rand des Quartiers bieten fast 340 Möglichkeiten, Autos abzustellen. Das Wohngebiet selbst wird in der Mitte autofrei sein. Ebenfalls geschaffen werden zirka 500 Fahrradabstellplätze und ein Standort für Car-Sharing. Auch an E-Lade-Stationen für Pkw und Räder wird gedacht.

Die Fraktionen SPD/Die Linke, CSU, Grüne, FW und die FDP-Stadträtin wollten ganz auf der sicheren Seite sein. Ergänzend zum Beschluss reichte für die Fraktionen Walter Nüßler (SPD) daher einen Antrag ein, in dem alle wichtigen Punkte zu Stellplätzen und Mobilität sowie zur klimaschonenden Energieversorgung mit Solaranlagen zusätzlich festgehalten wurden.

"Wir hoffen auf ein attraktives modernes Wohngebiet", fasste Bertram Höfer (CSU) die Debatte vor dem einstimmigen Beschluss zusammen. Er wies aber zugleich darauf hin, dass die CSU das Parkraumkonzept im Blick behalten werde. Parkdruck in den Nachbarstraßen müsse unbedingt vermieden werden.

Beate Dietz

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