Dienstag, 12.11.2019

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Fürths Politjugend kann im "Mariechen" loslegen

In der Waagstraße hat die neue Begegnungsstätte eröffnet - 21.10.2019 06:00 Uhr

Klein, aber fein: Im "Mariechen" in der Waagstraße hat die politische interessierte Jugend ein Quartier. © Hans-Joachim Winckler


Nach dem Bezug im Mai und dem Programmstart vor einer Woche mit einer Vortrags- und Diskussionsreihe zum rechtsextremen Terror (wir berichteten), wurden das vom Altstadtverein im Anschluss an die Renovierung in Eigenregie der Stadt untervermietete Häuschen nun auch offiziell eingeweiht. Zu den Nutzern gehört der Jugendbeirat der Stadt, der Runde Tisch Jugend, Fridays for Future, der "Protestgarten" und der Feministische Lesekreis.

Im Handumdrehen lässt sich einer der beiden Räume mit einer großen Tischplatte versehen und in einen Konferenz- und Arbeitsraum verwandeln. Es gibt einen großen Kühlschrank für Getränke und Einrichtungsleiterin Swantje Schindehütte sagt: "Mittlerweile wissen wir auch, wie die Heizung funktioniert". Der Winter kann also kommen. Hinter dem Häuschen gibt es einen überdachten Innenhof, die Toilette ist im Nachbargebäude untergebracht.

Zwei Mal schon hat der Jugendbeirat im "Mariechen" getagt, berichtet Beiratsmitglied Jennifer Schistek. Am 13. November hat das Gremium die Umweltorganisation Viva con Agua zur Diskussion eingeladen. Dass die jugendpolitische Arbeit in den neuen Räumen aus dem Abseits sichtbar ins Zentrum rückt, ist für Schistek ein großer Fortschritt.

Im Babylon-Kinocafé, wo man sich bisher getroffen hat, konnte eigentlich nicht ungestört über einen längeren Zeitraum gearbeitet werden, berichtet der Fürther Fridays-for-Future-Sprecher Moritz Tauer. Die Agenturräume seien wichtig, um der Jugend eine angemessene Möglichkeit zu geben, politisch mitzuarbeiten. Auch das jährliche Jugendforum stehe der Stadt gut zu Gesicht. Optimal wäre jedoch die dauerhafte Einrichtung eines Jugendparlaments wie in anderen Städten.

"Wir müssen noch besser werden", räumte denn auch die Fürther Sozialreferentin Elisabeth Reichert ein. Die Agentur für Demokratie und Jugendbeteiligung sei allerdings schon ein "Highlight". "So etwas habe ich mir in meiner politischen Jugend auch gewünscht." Gut findet es Oberbürgermeister Thomas Jung, dass die Einrichtung "mindestens so zentral gelegen ist, wie das Rathaus". Er wünscht sich, dass von der Agentur Impulse ausgehen, die die Stadt prägen und bereichern.

 

VOLKER DITTMAR

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