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Montag, 21.09.2020

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Fürther Hallstraße: Umgestaltung beginnt 2021

Ein Teil wird zur Fußgängerzone, ein Teil zum verkehrsberuhigten Bereich - 03.08.2020 06:00 Uhr

Einheitlich soll’s am Ende aussehen: Das Pflaster, das schon rund um die Neue Mitte verlegt wurde, wird fortgesetzt – Autos sollen allerdings im abgebildeten Abschnitt der Hallstraße weiter fahren können. Die Stellplätze machen Bäumen Platz.

© Foto: Hans-Joachim Winckler


Die Hallstraße soll dabei auch optisch zur Fortsetzung der Fußgängerzone werden, die rund um die Neue Mitte entstanden ist. Von Anfang an einbezogen wurde damals schon ein Teil der Hallstraße – nun möchte die Stadt bis hinunter zum Amtsgericht und zum entstehenden Einkaufszentrum Flair ein einheitliches Bild schaffen. Zum Schluss widmet man sich noch dem Theatervorplatz.

Zur reinen Fußgängerzone will das Rathaus die Hallstraße auf ihrer gesamten Länge allerdings nicht machen: Im Mittelteil – zwischen Most- und Alexanderstraße – wird sie vielmehr als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. So können Autos, etwa aus dem Parkhaus der Neuen Mitte, weiterhin über Most-, Hall- und Alexanderstraße zurück zur Königstraße gelangen – nur eben in Schrittgeschwindigkeit. Geplant ist zudem, Autofahrern, die aus dem Parkhaus in Richtung Südstadt wollen, auch das Abbiegen nach rechts in die Friedrichstraße zu erlauben. Damit dürfte sich der Verkehr in der Hallstraße etwas reduzieren.

Mit dem Abschnitt zwischen Most- und Alexanderstraße beginnt die große Baumaßnahme auch. Falls es die Witterung zulässt, schon im Januar 2021, sagt Tiefbauamtsleiter Hans Pösl auf FN-Nachfrage. Der Unterschied zur Fußgängerzone soll sichtbar sein: Statt einer Mittelrinne werden ebenerdig zwei Pflasterstreifen in dunklerem Granit platziert, die den Umriss der Fahrbahn kennzeichnen – ein Signal für Fußgänger und Radfahrer, dass sie mit Autos rechnen müssen. Bordsteinkanten wird es nicht mehr geben; für sehbehinderte und blinde Menschen werden Leitfelder eingesetzt, die bei der Orientierung helfen.

Nach dem Willen des Stadtrats wird die neue Hallstraße nun doch keine Stellplätze mehr bieten. Drei ursprünglich vorgesehene Parkplätze entfallen, um Platz für vier Bäume und etliche Fahrrad-Abstellbügel zu haben. Was gleich mit erledigt wird: Die Alexanderstraße bekommt auf Höhe des Amtsgerichts ein neues Kopfsteinpflaster.

Von Mai bis September 2021 ist dann das Stück Hallstraße zwischen Alexander- und Bäumenstraße an der Reihe – es soll rechtzeitig zur Eröffnung des Einkaufszentrums Flair im Herbst fertig sein. Es entsteht eine Fußgängerzone mit Mittelrinne und drei oder vier Bäumen, die für Radler freigegeben ist. Entlang des Flair-Eckgebäudes, das der Investor P & P gerade baut, wird die Alexanderstraße nach dem gleichen Konzept ausgebaut. So wird auf beiden Seiten des Komplexes auch eine einheitliche Umgebung für die geplante Außengastronomie geschaffen.

Den Eingangsbereich des Shopping-Centers hier sowie gegenüber dem Stadttheater – es handelt sich um Privatgrund – werde P & P analog dazu gestalten, heißt es aus dem Baureferat.

Von Oktober 2021 bis Mai 2022 wird mit der Neugestaltung des Theatervorplatzes die Lücke zur Königstraße geschlossen. Wie berichtet, soll das Areal zwischen dem Theater, dem Amtsgericht und der Kirche Unsere Liebe Frau zu einer Einheit verschmelzen – als verbindendes Element wird das bogenförmige Pflaster verlegt, wie es seit kurzem am Hallplatz zu sehen ist. Die Idee der Stadt: Die jeweiligen Plätze sollen die historischen Gebäude – Theater, Gericht, Kirche – "umspielen wie ein Teppich, der vor ihnen ausgelegt ist", sagt der neue Leiter des Stadtplanungsamts, Jonas Schubert. Manche Bürger schimpfen derweil enttäuscht über die "Steinwüste", sie nun an der Königstraße vorfinden.

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