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Montag, 14.10.2019

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Burgfarrnbach: Marodes Fachwerkhaus wird hergerichtet

In das bislang verwaiste alte Gehöft soll ein Hort einziehen - 17.05.2019 14:30 Uhr

Neben einem neuen Dachstuhl galt es, marodes Fachwerk, weggefaulte Fundamente und Decken zu ersetzen. Nun feierten Vertreter der WBG und des beteiligten Architekturbüros gemeinsam mit den Zimmermännern das Richtfest. © Ralf Rödel


Lange war das imposante Gebäude in Burgfarrnbach sich selbst überlassen und dem langsamen Verfall preisgegeben. Seit September wird das Fachwerkhaus an der Ecke Würzburger Straße/Lehenstraße aufwendig hergerichtet. 

2017 hatte die wohnfürth, eine Tochter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG), das jahrelang verwaiste ehemalige Gehöft gekauft, das teilweise aus dem Jahr 1720 stammt. Zunächst war geplant, nach einer umfassenden Sanierung dort eine integrative Wohngruppe der Lebenshilfe unterzubringen.

Diese Pläne zerschlugen sich jedoch, da ein komplett barrierefreier Ausbau des denkmalgeschützten Gebäudes zu teuer gewesen wäre. Nun soll ein Hort einziehen und so die Nachmittagsbetreuung der nahe gelegenen Farrnbachschule entzerren.

Bis es so weit ist, müssen allerdings noch einige Probleme beseitigt werden. Untersuchungen der Bausubstanz hatten nämlich ergeben, dass das Fachwerk an vielen Stellen Schaden genommen hat. Feuchtigkeit, Parasiten und Pilze hatten ihm schwer zugesetzt, so dass es an vielen Stellen durch eine neue Holzkonstruktion ersetzt werden musste. Ähnlich schlecht war es um die Deckenkonstruktion des Anbaus bestellt, und auch die Sandsteinfundamente, die regelrecht weggefault waren, mussten die Fachleute teilweise austauschen.

Aufgrund dieser nicht vorhersehbaren Zerstörungen haben sich die Baukosten für das Projekt bereits um 250.000 Euro erhöht; derzeit sind 2,3 Millionen Euro für die Sanierung angesetzt. Aber auch die Bauzeit verlängert sich: Mit der Fertigstellung des Horts, in dem einmal 35 Kinder unterkommen sollen, wird nun Ende März 2020 gerechnet. Zunächst war von Ende dieses Jahres die Rede. Neben Küche, Mensa, Gruppen- und Personalräumen soll es auch einen Werk- und einen Bewegungsraum für die Kinder geben. Ein Aufzug soll außerdem dafür sorgen, dass das Gebäude auch barrierefrei zugänglich ist.

Gwendolyn Kuhn

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