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Dienstag, 15.10.2019

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Bike Citizens: Mit Rad und Navi durch Fürth

Die Stadt bietet mit der App einen neuen Service - Gratis-Downloads zum Start - 17.05.2019 14:00 Uhr

„Eine Win-win-Situation“: Fürths Fahrradbeauftragte Susanne Plack präsentiert am Paradiesbrunnen mit der App „Bike Citizens“ einen neuen Service für Radler in Fürth. Beschäftigte der ABF-Apotheke (im Hintergrund) wollen das Angebot in nächster Zeit testen. © Horst Linke


Bei der Vorstellung am Paradiesbrunnen sagte die städtische Fahrradbeauftragte Susanne Plack: "Ich wünsche mir, dass das Fahrrad im Stadtgebiet noch präsenter wird." Die App sei "ein weiterer Baustein, der auch wieder dazu animiert, das Rad zu nutzen", ergänzte Thorsten Scheck von der ABF-Apotheke, deren Beschäftigte das neue Angebot unterstützen und von nun an auch testen wollen.

15.000 Euro hat die Stadt laut Plack in den Erwerb eines Gesamtpakets investiert, zu dem Karten-Downloads speziell für Fürth ebenso zählen wie Lenkradhalterungen aus Silikon für das Smartphone, die sich "Finn" nennen. Das Material ist elastisch, das Handy aber sitze darin "bombenfest", versichert Plack.

Mit der App können sich Radfahrer auf passenden Routen durch die Stadt lotsen lassen. Sie unterscheiden sich abhängig von individuellen Wünschen, vom persönlichen Tempo und vom Fahrradtyp. In einem Fall sucht die App gezielt Wege ohne Pkw- und Lkw-Verkehr aus, für ein Rennrad aber bevorzugt sie asphaltierte Oberflächen und meidet holprige Pflastersteine. Ist das Kartenmaterial heruntergeladen, wird für die Navigation zwar GPS, aber kein Internet mehr benötigt.

Den QR-Code im Wert von fünf Euro zum Karten-Download gibt es auf Plakaten und Postkarten in städtischen Dienststellen. Von den ersten 500 Gratis-Downloads waren auf FN-Nachfrage am Donnerstag noch rund 300 zu haben. Im Fürth-Shop am Kohlenmarkt und im Fachgeschäft Zentralrad (Moststraße) können für je zwölf Euro Halterungen gekauft werden. Die Fahrradbeauftragte wies darauf hin, dass jeder "Finn" einen Code zum Karten-Download beinhaltet und dass die Karte nicht an Fürths Stadtgrenzen endet, sondern weit darüber hinaus reicht.

Mit Zustimmung der Nutzer, so Plack, könne die Stadt deren Navigationsdaten anonymisiert auswerten. Der Vorteil: An den gefahrenen Kilometern zeigt sich, wo Radwege gut genutzt werden und wo Infrastruktur fehlt. Den Mitarbeitern der ABF-Apotheke sagte Plack bei der Übergabe der "Finns": "Das ist eine Win-win-Situation. Sie finden einen guten Weg, und wir kriegen gute Daten."

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