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Montag, 14.10.2019

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1044 Unterschriften gegen dataform

Die Initiative gegen die Ansiedlung in Buchschwabach nimmt erste Hürde für den Bürgerentscheid. - 26.05.2019 17:58 Uhr

Knut Schalldach vom BN überreicht Bürgermeister Johann Völkl (rechts) neben einem Ordner voller Unterschriften auch eine Vase mit Ackerpflanzen. © Foto: Armin Leberzammer


Johann Völkl hätte wohl gerne auf diesen Termin verzichtet, schließlich hat sich Roßtals Bürgermeister mehrfach öffentlich für das Projekt der Firma dataform dialogservices ausgesprochen. Nun nimmt er einen dicken Leitz-Ordner mit den Unterschriftenlisten entgegen und freut sich eigenen Worten zufolge über "das demokratische Engagement" so vieler Roßtaler. Neben den Unterschriften gab es von der Besuchergruppe auch noch eine Vase mit Ackerpflanzen, denn die landwirtschaftliche Nutzfläche gelte es ja vor der großflächigen Versiegelung zu bewahren.

Umgerechnet über fünf Millionen solcher Töpfe würden laut Knut Schalldach von der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz (BN) nämlich verloren gehen, sollten demnächst am Buchschwabacher Gewerbegebiet die Bagger anrücken. Außerdem fürchtet das Aktionsbündnis eine zusätzliche Verkehrsbelastung der ohnehin schon vielbefahrenen B 14.

Sofern die rechtliche Prüfung des Begehrens positiv ausfällt, werden die Roßtaler Bürger in den kommenden drei Monaten zur Entscheidung an die Urnen gerufen. Dabei sei es wichtig, dass möglichst viele Roßtaler in dem demokratischen Prozess ihre Stimme abgeben, betonen die Initiatoren. "Wir verlieren jeden Tag in Bayern Boden, Natur und Anbaufläche in der Größenordnung wie ihn die Firma dataform dialogservices in unserem Ort zu versiegeln droht", beklagt Schalldach.

Derweil stünden andernorts voll erschlossene Gewerbeflächen frei, die besser an Schiene und Autobahn angebunden seien und "wo wertvoller Ackerboden nicht unwiederbringlich verschwinden würde und der Verkehr nicht mitten durch Wohngebiete führt". Der Ackerboden in Buchschwabach werde schließlich dringend zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem Volksbegehren zum Artenschutz benötigt.

ARMIN LEBERZAMMER

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