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Donnerstag, 20.06.2019

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Zum Walberlafest herrscht wieder Ausnahmezustand

50 Ständen und 13 Brauereienam Berg der Franken - 26.04.2019 18:04 Uhr

Wenn die „Stäudla“ bei den Reigentänzen ihre Trachtenröckchen im Wind fliegen lassen, ist das der „Hingucker“ bei der Eröffnung des Walberlafestes.


Allen, die kommen, entbietet die Bürgermeisterin Anja Gebhardt ein herzliches Willkommen zum Walberlafest, das vom Freitag, 3. Mai, bis Sonntag, 5. Mai, auf dem 523 Meter hohen "Berg der Franken" zu den Höhepunkten des Jahres zählt.

Öffentlich anreisen

Seit 1987 stehen Flora und Fauna des Tafelbergs unter Naturschutz; Bürgermeisterin Gebhardt bittet jeden um die Einhaltung der Festverordnung, die an den Zugängen darüber aufklärt, was zu tun und zu lassen ist. Verboten ist zum Beispiel das Verlassen der markierten Wege. An den bereits bestehenden "Trampelpfaden" werden die verstärkten Auswaschungen deutlich. Begrenzt sind die Parkmöglichkeiten am Bahnhof und gegenüber dem Restaurant "Zum Walberla". Die Anreise mit dem ÖPNV oder den Zügen der Agilis-Bahn wäre ein Beitrag zum Umweltschutz, empfiehlt die Bürgermeistern.

Auf sich aufmerksam machen 13 fränkische Brauereien mit ihren Produkten, aber auch Schausteller und 50 Stände offerieren Attraktionen, darunter Bierkrüge, Münzen, Ansichtskarten . . .

Vizebürgermeister Michael Knörlein ist für die Platzzuweisungen auf dem Plateau zuständig. An der derzeit eingerüsteten Walberlakapelle steht das Festbüro; hier wechseln sich die Gemeinderäte im Schichtdienst ab und stehen für Auskünfte aller Art bereit.

Gegen 18 Uhr blasen die "Ehrabocher Musikanten" zum Bieranstich – im letzten Jahr genügten Bürgermeisterin Anja Gebhardt drei Schlegelhiebe. Mit Freibier und einer deftigen Brotzeit lädt die Gemeinde zum "Behördenabend" ein. Das ist eine günstige Gelegenheit zum Austausch der Bürgermeister über die Projekte der "ILE Fränkische Schweiz aktiv", wobei aktuelle Probleme natürlich gern dem anwesenden Landrat Hermann Ulm vorgetragen werden; aber auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete müssen den Einheimischen ihr Ohr leihen.

Das Fest geht nach der Eröffnung bis 23 Uhr, am Samstag ist ab 10.30 Uhr bis 23 Uhr Betrieb, am Sonntag werden die Stände teils schon ab 18 Uhr abgebaut. Ein Shuttle-Taxi verkehrt sicherheitshalber von 8.30 Uhr bis 20 Uhr.

In ihrem Aufruf bittet Anja Gebhardt um einen möglichst friedlichen Verlauf des Traditionsfestes in der Natur. Immerhin gibt es dieses Frühlingsfest schon seit Jahrhunderten.

Jeder hilft mit

"Durch Ihr Mitwirken bleibt der Berg in seiner Schönheit und Natürlichkeit erhalten", ist die Bürgermeisterin überzeugt. Über die Geschichte auf der "Ehrenbürg" ist bei dem hiesigen Chronisten und Kreisarchivar Georg Knörlein nachzulesen: Erstmals 1360 ist die der heiligen Walburga geweihte Kapelle urkundlich erwähnt.

Im Mittelalter wurde im Bergsattel am 1. Mai anlässlich des Festes der Kirchenpatronin ein Markt mit Gütern des täglichen Bedarfs abgehalten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wandelte sich der Markt zum reinen Volksfest. Das sogenannte Walberlafest wird seit 1909 am ersten Sonntag im Mai veranstaltet und erstreckt sich seit einigen Jahren über das ganze Wochenende. 

MARQUARD OCH

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