Samstag, 21.09.2019

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Zirkus Schnauz: Kinder beeindrucken mit Akrobatik

Mehr als 200 Zuschauer haben die Gala-Vorstellung von Kindern mit und ohne Behinderung bestaunt. - 04.08.2019 13:37 Uhr

Die Gala-Vorstellung des Zirkus Schnauz zeigte eine enorme Bandbreite an artistischem Können, darunter auch Balancier-Nummern. © Foto: Andreas Kummer


Wenn Kinder Feuer spucken, waghalsig balancieren oder atemberaubende Sprünge und Turneinlagen zeigen, kann das nur eines heißen: "Der Zirkus Schnauz ist in der Stadt". Dieses Jahr hat das inklusive Kinder-Zirkusprojekt, hinter dem seit 18 Jahren Kreisjugendring und Circus Mumm stehen, in Kirchehrenbach Station gemacht – direkt am Fuße der Ehrenbürg.

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Minis rocken die Manege: Der Zirkus Schnauz in Kirchehrenbach

Wenn Kinder Feuer spucken, waghalsig balancieren oder atemberaubende Sprünge und Turneinlagen zeigen, kann das nur eines heißen: Der Zirkus Schnauz ist wieder in der Stadt. Dieses Jahr hat das inklusive Kinder-Zirkusprojekt, hinter dem Kreisjugendring und Circus Mumm stehen, sein buntes Zelt in Kirchehrenbach aufgeschlagen – direkt am Fuße der Ehrenbürg. Mehr als 200 Zuschauer waren gekommen, um den 50 Kindern, egal ob mit oder ohne Behinderung, bei ihrer Gala- Show zuzusehen. Es wurde für alle ein einmaliger Nachmittag zwischen überraschender Akrobatik und gewagter Artistik.


Dort hatten in der ersten Ferienwoche 50 Kinder aus dem Landkreis Forchheim die einmalige Gelegenheit, echte Zirkusluft zu schnuppern. Untergebracht in einer kleinen Zeltstadt gleich neben dem großen Zirkuszelt durften sie intensiv verschiedene Kunststücke einüben, vom einfachen Jonglieren mit Tüchern bis hin zu anspruchsvoller Seilakrobatik unterm Dach des Zirkuszeltes.

Eine Woche lang wird geübt

Zwei Aspekte machen den Zirkus Schnauz dabei besonders: Zum einen erlernen die Kinder und Jugendlichen – sie sind zwischen neun und 15 Jahre alt – in ihrer Ferienfreizeit nicht nur Kunststücke für den Hausgebrauch, sondern eine richtige Choreografie. Diese dürfen sie schließlich an zwei Gala-Abenden am Ende der Zirkuswoche vorführen. In einem vollen Zirkuszelt heißt das: Auftritt vor 200 bis 300 Besuchern. Zum anderen ist der Zirkus Schnauz integrativ. Konkret bedeutet das, dass er sowohl für Menschen ohne als auch für Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung offen steht.

Beeindruckende Lichteffekte

Wagemutig: Am Ende der Leiter-Akrobatik war der „Turm“ mit Menschen knapp drei Meter hoch.


Wie toll deren Zusammenspiel klappt, zeigten die jungen Nachwuchskünstler eindrucksvoll. Vor mehr als 200 Zuschauern boten sie in der Abschlussvorstellung einen Nachmittag zwischen überraschender Akrobatik und gewagter Artistik. Den Gala-Abend eröffnete zunächst eine Formation Kinder, die mit sogenannten Poi im abgedunkelten Zelt beeindruckende Lichteffekte zauberten. Heiß her ging es danach im wahrsten Sinne des Wortes: Zuerst sprang eine Gruppe Kinder in einer rasanten Trampolin-Nummer über brennende Seile, wobei manche sogar wilde Salti schlugen. Anschließend zauberte eine andere Gruppe in einer Feuerspucker-Nummer riesige Flammenbälle in das mystische Schwarz des abgedunkelten Zirkuszeltes.

Für Aha-Effekte und immer wieder aufbrausenden Applaus sorgten kniffelige Gleichgewichtsübungen. Dabei balancierten zwei Mädchen auf einer mehr als wackeligen roten Laufkugel. Doch trotz vereinzelten Blitzlichts aus dem Publikum meisterte das Duo die Übung souverän. Den Höhepunkt des Abends bildeten diffizile Gruppendarbietungen: Zuerst kreierte eine Artistengruppe aus neun Kindern mit Hilfe von drei einfachen Leitern einen knapp drei Meter hohen Turm. Anschließend überzeugten drei Mädchen mit einer spektakulären und gleichsam anmutigen Drahtseil- und Trapeznummer in luftiger Höhe. Nicht wenige Zuschauer stellten sich hierbei die Frage, wie viel Selbstbewusstsein man dafür haben müsse – und wie schnell diese anspruchsvolle Kunst erlernt worden sein muss.

Stefanie Schmitt vom Kreisjugendring (KJR) Forchheim wusste im Vorfeld des Gala-Abends, wem dafür Dank auszusprechen war: Den Künstlern und Zirkuspädagogen des fränkischen Circus Mumm. Sie sowie die Kollegen des KJR arbeiteten mit viel Herzblut daran, den integrativen Kinderzirkus möglich zu machen – in enger Kooperation mit zahlreichen lokalen Sponsoren, Ehrenamtlichen sowie der Adalbert-Raps-Stiftung.

Vergangenes Jahr war der Zirkus Schnauz in Effeltrich.

 

ANDREAS KUMMER

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