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Weilersbach: Streit um Tempo 30 entbrannt

Warum wurde Kreisstraße nicht saniert? - 05.03.2019 05:55 Uhr

In Weilersbach gibt es Ärger, weil auf einem Teilstück der Kreisstraße nicht schneller als 30 km/h gefahren werden darf. © Roland Huber


Ein Weilersbacher hat sich über die fortdauernde Geschwindigkeitsbeschränkung auf einem Teilstück der Kreisstraße auf 30 Stundenkilometer beschwert. Sie wurde vor gut drei Jahren eingerichtet, weil dort die Straßenoberfläche durch den rutschigen Untergrund schwer beschädigt ist und die Risse nicht nur für Radfahrer gefährlich sind.

Die Schadstelle wurde auch nicht beseitigt, als der Kreis seine Straße durch Weilersbach ausbaute und erneuerte. Es gibt Pläne, auf Höhe des Parkplatzes am "Spiegelholz" den Straßenverlauf ein Stück weit zu verlegen. Diese konnten bisher nicht realisiert werden, weil die betroffenen Waldbesitzer die benötigte Fläche von rund 2000 Quadratmetern nicht verkauften, hat Weilersbachs Bürgermeister Gerhard Amon (CSU) vom Kreisbaumeister erfahren.

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Das treffe so nicht zu, erläuterte der frühere Bürgermeister Anton Dennerlein (Bürgerrecht) bei der Bürgerversammlung. Dennerleins Vater zählt zu den fünf Waldbesitzern. Die Sachlage sei viel komplexer und die zuständige Behörde habe nie offiziell mit den Eigentümern gesprochen, weder die Pläne erläutert noch deren Vorstellungen erklärt. Lediglich ein Telefonat soll es gegeben haben, man möge doch zur Unterschrift unter den Kaufvertrag vorbeikommen. Das habe zwei weitere Grundeigner verärgert.

Betroffen ist auch ein Vollerwerbslandwirt aus Serlbach, der Interesse daran hat, das abzutretende Waldstück gegen anderes Nutzholz zu tauschen.

Die Familie Dennerlein ist nur unter zwei Bedingungen bereit zu verkaufen. Zum einen muss eine stattliche Eiche erhalten bleiben, zum anderen muss gleichzeitig mit der Straßenverlegung ein Geh- und Radweg gebaut werden. Anton Dennerlein kennt wegen seines früheren täglichen Wegs zu seiner Arbeitsstätte die Strecke sehr gut. Er wisse, dass sie eine beliebte Radlerstrecke sei, so Dennerlein. Zu deren Schutz sollte beim Ausbau etwas getan werden.

Um Bewegung in die verfahrene Angelegenheit zu bringen, will Bürgermeister Amon Kreisbaurat Els in die Aprilsitzung des Gemeinderats einladen, um das Thema wieder aufzugreifen.

 

 

 

 

PAULINE LINDNER PAULINE LINDNER

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