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Dienstag, 21.05.2019

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Weigelshofen: Bürger fordern, die Radwege auszubauen

Außerdem werden Begrenzungslinien nach Eggolsheim verlangt - 19.03.2019 07:16 Uhr

Der Radweg von Eggolsheim nach Bammersdorf besitzt weiße Begrenzungslinien. Solche Linien wären auch am Radweg von Eggolsheim nach Weigelshofen sinnvoll, so Birgit Götz. © Marquard Och


Begrenzungslinien, wie sie die Gemeinde in eigener Regie schon 2016 am Radweg Eggolsheim – Bammersdorf gezogen hat, wären auch am Radweg von Eggolsheim nach Weigelshofen sinnvoll, meinte Birgit Götz, die dort oft unterwegs ist — besonders wenn in den Abendstunden die Autoscheinwerfer blenden.

"Ihr sprecht mir aus der Seele", sagte Bürgermeister Schwarzmann dazu; dem Landrat Hermann Ulm (CSU) habe er schon mehrfach ein Umschwenken empfohlen. Nur 2800 Euro habe die Markierung dem Markt gekostet. "Vom ADFC wird unsere Initiative gelobt, vom Kreis kommt nix", bedauerte der Gemeindechef. Auf der Strecke seien nach zehn Jahren Senken entstanden, die dem Wasserabfluss hinderlich seien, sagte ein Bürger.

Den Weiterbau des Radwegs von Weigelshofen bis Drügendorf hatte Peter Dotterweich im Visier. Schwarzmann dazu: Nicht die Finanzierung sei bei bis 90 Prozent Staatsmitteln das Problem, sondern die noch zu treffenden Verkaufsvereinbarungen mit den vielen Grundbesitzern entlang der Kreisstraße.

In Planung sei ferner die Radwegverbindung von Drügendorf nach Gunzendorf; das Projekt werde im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Buttenheim ausgeführt.

Ebenfalls in Händen der ILE Regnitz – Aisch stehe die Wiedererrichtung des Aussichtsturms auf dem nahen "Schießberg". Aus Buttenheim sei die Anregung gekommen, den Berg mit einem "Weg der Religionen" zum dortigen Levi-Strauß-Museum zu verbinden, berichtete Schwarzmann. Sehr erfolgreich seien — mit 30 000 Euro im Umlauf — die "Allianzgutscheine", die in 60 Partnerbetrieben einzulösen sind.

Enorm sei in der Marktgemeinde die Nachfrage nach Baugrundstücken; bei derzeit von jungen Familien gesuchten 40 Baugrundstücken und 20 Wohnungen reiche das Angebot bei weitem nicht aus, bedauerte der Rathauschef. Eine Neuigkeit von der bisher nicht einmal die Markträte wussten, macht Schwarzmann Hoffnung: Kürzlich gab es ein Treffen mit den Grundstücksbesitzern des am westlichen Ortsausgang anschließenden Flurgebiets "Im Brühl".

Vorschlag der Eigentümer

Da sei aus den Reihen der Eigentümer der Vorschlag gekommen, auf inzwischen zehn Grundstücken mit zwei Häuserzeilen gleich "was Größeres" zu machen. Voraussetzung dafür sei das Baulandmodell, mit dem die Gemeinde alle Flächen erwerbe und dadurch selbst zu mindestens zwei Bauparzellen komme, erklärte der Bürgermeister zum möglichen Vorgehen in Weigelshofen, das mit einem Zuwachs von 16 Personen seit 2014 jetzt 400 Einwohner zählt. "Weigelshofen boomt", so Schwarzmann.

Sorgen macht dem DJK-Vorsitzenden Jochen Löffelmann das Dach und die veraltete Elektroinstallation des Vereinsheims. Das gemeindliche Gebäude sei nachhaltig zu sanieren – wann werde im Haushalt Geld eingestellt?, fragte er an. "Wir müssen was machen, das wird eine größere Aufgabe", sagte Schwarzmann Hilfe zu, wann ließ er offen.

Peter Dotterweich "wärmte" den Rückstau des Eggerbachs an der Brücke in der Schindelgasse auf: "Steht auf der Liste der Brückenbauwerke ganz oben", aber kurzfristig sei bei Kosten von 100 000 Euro mit der Sanierung nicht zu rechnen, bemerkte der Gemeindeobere.

Dem Jagdpächter Gerhard Nagengast sind in kurzer Zeit auf dem nach Gunzendorf führenden "Breitenbach"-Wirtschaftsweg drei Rehe überfahren worden. Autofahrer würden das Fahrverbot in zunehmenden Maß ignorieren. Die Beschwerden, auch der Radweg Unterstürmig – Buttenheim sei zur "Rennstrecke" geworden, nahm Kämmerer Johannes Götz für den Verkehrsausschuss ins Protokoll auf.

Feuerwehrkommandant Stefan Dörr mahnte das Stauwehr zur Wasserentnahme vom Eggerbach an. Zufriedenheit äußerte OEB-Rat Helmut Amon zum Breitbandausbau: "Mittels der Vectory-Technik kommen in Weigelshofen 100 MB an." Im Sinne des Themas "Unser Dorf soll schöner werden" kündigte Amon die Aufstellung eines ehrenamtlichen "Pflegetrupps" für die gemeindlichen Grünflächen an. "Die Personen werden der kommunalen Versicherung gemeldet, eine Brotzeit ist nach den Einsätzen immer drin", versicherte Claus Schwarzmann. 

MARQUARD OCH

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