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Was den Touristen in Tüchersfeld fehlt

Urlauber bleiben nur kurz - 28.03.2019 16:54 Uhr

Das malerische Örtchen Tüchersfeld lockt Touristen an - doch sie bleiben meist nur kurz. © Udo Schuster


Herr Sebald, warum machen die Gäste in Tüchersfeld nur noch Kurzurlaub?

Erwin Sebald: Das ist einfach zu erklären. Früher gab es in fast jedem Haus Zimmer für Urlauber oder Ferienwohnungen. Das ist nicht mehr der Fall. Außerdem haben die Gastwirtschaften Lodes und Teichmann geschlossen.

Erwin Sebald © F.: Ralf Münch


Was machen Urlauber in Tüchersfeld, wenn sie etwas unternehmen und einkehren möchten?

Erwin Sebald: Sie wandern, gehen zur Rodelbahn oder spielen Minigolf in Gößweinstein, um nur einige der Freizeitmöglichkeiten zu nennen. Es ist alles da. Ich bin viel draußen auf den Wanderwegen und frage die Urlauber, wie es ihnen bei uns gefällt. Sie geben gute Ratschläge, sehen Dinge, die wir als Einheimische gar nicht sehen. Manchmal kommen auch gute Vorschläge. Im Großen und Ganzen gefällt es den Urlaubern. Zum Essen und Trinken können sie ins Brotzeitstüberl gehen oder zum Wirtshaus Zum Fahnenstein. Im Brotzeitstüberl kriegt man zwar alles, es ist aber keine Wirtschaft. Im Gasthaus Zum Fahnenstein wird mehr Pizza angeboten. Die Leute bekommen schon was, aber halt keine fränkische Küche. Die Urlauber brauchen einen Gasthof vor Ort, der solche Gerichte anbietet. Sie bleiben dort, wo sie das Auto auch einmal stehen lassen können, wenn sie abends zum Essen gehen. Außerdem benötigen wir dringend mehr Übernachtungsmöglichkeiten.

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Sie und die Mitglieder des FSV kümmern sich auch um die Wanderwege.

Erwin Sebald: Das wird immer schwieriger, weil die Auflagen und Vorschriften ständig zunehmen. Wenn wir Hecken abzwicken und den Heckenschnitt verbrennen wollen, muss ich das drei Tage vorher anmelden. Wenn es dann an dem Tag regnet und das Holz erst später verbrannt werden kann, bin ich allein draußen. So eine schwierige Phase wie im vergangenem Jahr habe ich noch nie erlebt, weil es immer schwieriger wird, Leute zu finden, die mithelfen.

Interview: HANS-J. SCHAUER

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