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Walberla: Die Frau im weißen Kleid zeigt Wanderern den Weg

Winterwanderung, Folge 8: Ein Weg mit zwei Gipfeln — Von Kirchehrenbach aus auf die Ehrenbürg und über Schlaifhausen zurück - 20.03.2019 09:00 Uhr

Gutes Schuhwerk ist bei einer Wanderung über das Walberla bei jedem Wetter empfehlenswert. Wer es gemütlich angehen lässt, kann in mehreren Orten einkehren und sich stärken. © Foto: Patrick Schroll


Der Wanderparkplatz in der "Straße zur Ehrenbürg" in Kirchehrenbach ist der Ausgangspunkt unserer Winterwanderung. Bevor es über die Ehrenbürg, bei den Einheimischen Walberla genannt, geht, kann sich der Wanderer über den fränkischen Tafelberg an Infotafeln unter einem Pavillon informieren.

Sie lassen die Kneippanlage links liegen, bleiben auf dem Weg, verlassen ihn aber schon nach knapp 50 Metern, um links den ersten Teil des Anstiegs zu nehmen.

400 Meter und 60 Höhenmeter später wartet linker Hand eine Bank. An ihr laufen Sie rechts vorbei, halten sich links und nehmen den Weg gen Gipfel. Der Abschnitt vor Ihnen ist asphaltiert und Sie folgen ihm bis zum Hinweisschild auf die "Steinerne Frau am Walberla", genießen ihre Schönheit, eingehüllt in einem Kleid aus Schnee, und biegen scharf in die Linkskurve ein.

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Winterwanderung über das Walberla: Von Kirchehrenbach nach Schlaifhausen

Schneematsch im Tal, steife Winterbrise und Schneeverwehungen auf dem Gipfel: Wir beginnen unsere Winterwanderung in Kirchehrenbach, genießen die Ausblicke auf das Wiesenttal und laufen über Schlaifhausen wieder zurück.


Vor Ihnen zeigt sich bereits ein Kreuz. Von dort haben Sie freien Blick auf das Wiesenttal mit den Gemeinden Weilersbach und Kirchehrenbach. Im Hügel versteckt, auf der gegenüberliegenden Seite des Tals, kommt die Reifenberger Vexierkapelle zum Vorschein.

Über die Hälfte des Anstiegs ist jetzt geschafft. Folgen Sie dem eingeschlagenen Weg rund 350 Meter weiter. Rund 70 Höhenmeter gilt es auf dieser Distanz noch zu überwinden, ehe vor Ihnen die Walburgis-Kapelle auftaucht. Der Gipfel der Nordkuppe (514 Meter) ist erreicht. Links wie rechts locken schöne Blicke auf Tal und Dörfer. Bei guter Fernsicht zeigt sich im Süd-Westen Erlangen.

Vorbei an den Kelten

Der Weg vorbei an der Walburgis-Kapelle über die Senke des Tafelberges endet bei der 532 Meter hoch gelegenen Südkuppe des Zeugenberges — dem Rodenstein. Die Mühen des Weges werden mit einer schönen Aussicht auf den nördlichen Teil des Walberlas und das Wiesenttal belohnt.

Jetzt treten Sie wortwörtlich den Rückweg an: Auf dem gleichen Weg geht es vom Rodenstein wieder zurück in die Senke des Berges, an der Weggabelung biegen Sie links ab. Eine nachgebaute Steinmauer weist nicht nur den richten Weg zum Abstieg, sondern verweist auf die Kelten-Geschichte des Berges. Das Volk hat vor tausenden Jahren im schützenden Sattel des Berges seine Zelte aufgeschlagen.

Das Schloss zum Schluss

Nach 200 Metern laufen Sie linker Hand an einer Bergwachhütte vorbei, rechts liegt ein weiterer Wanderparkplatz. Folgen Sie der asphaltierten Straße, die sich am Fuße des Berges vorbeischlängelt — nach zirka zehn Minuten begrüßt Schlaifhausen die Wanderer. In dem Ort haben Sie die Gelegenheit zur Einkehr. Über die Hauptstraße und später eine Abzweigung Richtung Sportheim Schlaifhausen kommen Sie in der Schulstraße des Nachbarortes Wiesenthau an.

Bleiben Sie auf der Straße, die sich in einen schmalen Pfad verwandelt und Sie stoßen geradezu auf die Kirche Wiesenthau. Links davon lohnt ein Blick in den Innenhof des benachbarten Schlosses. In Wiesenthau haben Sie nochmal die Chance zur Einkehr, bevor es an der Kirche und hinter dem Schloss über die sich schlängelnde Weiherstraße zum Bahnhof des Dorfes geht.

Täglich geht es dort zur Minute 43 mit der Bahn (nur eine Station) zurück nach Kirchehrenbach. Kalte Füße oder Hände lassen sich in den Gasthäusern des Ortes aufwärmen. Über die Bahnhofstraße erreichen Sie den Innenort, an der Kirche zweigt die Straße zur Ehrenbürg ab. Ihr Auto ist jetzt noch 500 Meter entfernt.

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Die Besonderheiten der Tour auf einen Blick:

Ausgangspunkt und Parken: Kirchehrenbach, Wanderparkplatz an der "Straße zur Ehrenbürg" auf der rechten Seite.

Streckenlänge: mit Zugfahrt zwischen Schlaifhausen und Kirchehrenbach rund 7 Kilometer.

Laufzeit: rund 3 Stunden, mit einem Höhenunterschied von zirka 200 Höhenmetern.

Sehenswert: Der Blick vom Kreuz auf halbem Weg in das Wiesenttal, die "Steinerne Frau", die Walburgis-Kapelle und die unterschiedlichen Perspektiven von den Aussichtsplattformen auf dem Walberla und dem Rodenstein. Auch der Abstieg und Weg zurück hält mit Schlaifhausen, der Kirche und dem Schloss Wiesenthau, immer wieder Schönes bereit.

Besonderheiten: Während im Tal der Schnee möglicherweise schon taut, kann er mit jedem Schritt weiter gen Gipfel fester und wieder höher werden.

Auf exponierten Stellen muss auf den Gipfeln mit einem bissigen Wind gerechnet werden. Winterkleidung ist ein Muss. 

Patrick Schroll Redakteur Nordbayerische Nachrichten Forchheim E-Mail

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