Dienstag, 12.11.2019

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Umstrittener Antrag in Hiltpoltstein nun gebilligt

Fall ging bis an das Ministerium in München - Baugebiet schreitet voran - 04.09.2019 09:03 Uhr

Das umstrittene Objekt ist das kleine Gebäude, die ehemalige Raiffeisenbank. Trapezbleche auf dem Dach sind möglich, aber nicht schön, sagt die Denkmalpflege. © Foto: Rolf Riedel


Alois und Elfriede Stenglein hatten einen Antrag auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis für die Anbringung einer Solaranlage und gegebenenfalls die Eindeckung des Daches mit roten Trapezblechen in der Hauptstraße 42 gestellt. Das Gebäude liegt im Geltungsbereich des Sanierungsgebietes. Zusätzlich handelt es sich um ein Baudenkmal, das in einem Ensemble liegt.

Deshalb wurde eine Stellungnahme des stellvertretenden Referatsleiters beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Robert Pick, eingeholt, ehe eine Entscheidung getroffen wurde. Inzwischen war es zwischen dem Antragsteller und dem Landratsamt zu unterschiedlichen Meinungen gekommen, aus denen sich umfangreiche Auseinandersetzungen ergaben, die sogar das Ministerium in München beschäftigten. Mittlerweile hat Denkmalpfleger Robert Pick erklärt, dass gegen Solaranlagen für Brauchwasser keine Einwände bestehen. Die Eindeckung mit Trapezblech sei bei Baudenkmälern jedoch alles andere als vorteilhaft.

Bei der beantragten Anlage handelt es sich um eine Solar- und nicht um eine Photovoltaikanlage. Daher kann dieser zugestimmt werden. Die genaue Art der Dacheindeckung kann die Gemeinde nicht vorschreiben. Der Gemeinderat erteilte bei der jünsten Sitzung deshalb einer denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis ohne Einwendungen das Einvernehmen. Die Bauarbeiten an der Schule gehen zügig voran, die Fenster sind größtenteils eingebaut, die Aufträge für Maler- und Lackierarbeiten, für Putz- und Stuckarbeiten und für Trockenbauarbeiten wurden vergeben. Dagegen verzögern sich die Arbeiten an den Turngeräten der Turnhalle, sodass diese voraussichtlich erst Ende Oktober bezugsfähig sein wird.

Allgemeines Wohngebiet

Die Bauleitplanung zum Bebauungsplan "Silberhecke" schreitet voran. Für eine Teilfläche des Grundstückes Flst. 309 und 310 nördlich der Straßen Möchser Weg und Zur Silberhecke soll der Bebauungsplan aufgestellt werden. Planungsziel ist ein allgemeines Wohngebiet für die einheimische Bevölkerung und für Neuzuzüge. Der Gemeinderat beschloss mit dem Aufstellungsbeschluss das beschleunigte Verfahren, bei dem von der Umweltprüfung abgesehen werden kann.

Schon bei der Sitzung im November wurde thematisiert, dass die Tempo-30-Zone im Bereich der Schulstraße/Alter Weiher von der Richtung B 2 und Obstversuchsanlage nicht beschildert ist. Die Verkehrsschau mit der Polizei hatte zum Ergebnis, dass mindestens sieben Verkehrszeichen ergänzt werden oder neu anzubringen sind. Hinzu kam der Antrag eines Ehepaares aus der Spießmühle auf Beleuchtung und Beschilderung.

Der Gemeinderat beschloss die Anordnung einer Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zwischen den Ortsteilen Spießmühle und Großenohe und die Anschaffung und Aufstellung der fehlenden Beschilderung.

ROLF RIEDEL

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