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Stadtwerke Ebermannstadt blicken auf millionenschwere Aufgaben

Freizeitbad EbserMare schließt 2017 mit leichtem Plus — Staatssekretär äußert sich zur Straßenausbaubeitragssatzung in Ebermannstadt - 16.09.2018 09:00 Uhr

In der Aufbereitungsanlage für das Wasser im Freizeitbad EbserMare filtert Quarzsand das Badewasser. Der Kontakt mit Chlorwasser lässt den Kessel rosten. Eine Erneuerung ist daher unumgänglich. © Foto: Stadtwerke Ebermannstadt


Die Badesaison 2018 im EbserMare schließen die Stadtwerke mit einem positiven Fazit. Doch die Saison 2017 hätte besser laufen können. Für 2017 haben die Stadtwerke einen Jahresüberschuss von 211 000 Euro in den Büchern stehen, nachdem sie 436 000 Euro abgezogen haben für den Betriebsverlust. Im Bad stehen die Erneuerung der Wasseraufbereitung und die Sanierung der Toiletten mit Kosten von 1,1 Millionen Euro an.

Bereits erfolgt ist die Auskleidung der Badebecken mit Edelstahl, installiert ist eine zusätzliche Breitrutsche, doch nach 30 Jahren macht die Technik Probleme. Die Wasseraufbereitung entspricht nicht mehr den Hygienevorschriften. Alleine dafür betragen die Kosten für die Erneuerung 970 000 Euro. "Die Investition ist unumgänglich und für den Fortbestand der für die Stadt und Region so wichtigen Freizeitanlage unumgänglich", machte Fiedler deutlich.

Seit dem Übertrag des Bades 1996 von der Stadt auf die Stadtwerke bestehen die 15 Toilettenanlagen, deren dringende Erneuerung verursacht Kosten über 120 000 Euro. In beiden Fällen setzt der Geschäftsführer auf das 100 Millionen Euro Programm des Bundes zur Sanierung kommunaler Einrichtungen. Wie berichtet, hat sich auch die Gemeinde Wiesenttal für das Streitberger Bad dafür beworben. Der Fördersatz liege bei 45 Prozent, bei der "Haushaltsnotlage" in Ebermannstadt könnten es sogar 90 Prozent werden. Der Betrag, der bei der Kommune hängen bleibt, bezahlen zu 55 Prozent die Stadtwerke als Badeigentümer. Der Stadtrat stimmte einstimmig für den Förderantrag über gesamt 1,1 Millionen Euro.

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Im Geschäftsbericht von Stadtwerkechef Fiedler enthalten, waren auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich Ende 2017 auf knapp 2,07 Millionen Euro beliefen.

Per SMS Auto auftanken

Gemeinsam mit den Kommunen und Privateigentümern nutzen die Stadtwerke das Förderprogramm des Bundes für Stromladesäulen. Im Laufe des Jahres werden acht Stromtankstellen in Betrieb gehen. Beim Marktplatz und der Landratsamt-Außenstelle werde das 2010 installierte System "Charg & Park" neben dem neuen Modell weiter bestehen. Das neue System sieht eine Freischaltung und Bezahlung per SMS vor. NLE-Fraktionssprecher Erwin Horn regte ein Projekt zur Ausweitung der Stellplätze für Wohnmobile an.

Schweigen zum Eck–Papier

Die Verwaltung hatte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) zu einem Gesprächstermin gebeten, dabei sollten die Möglichkeiten der Stadt nach der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) ausgelotet werden. Dazu kam es nicht. Der Staatssekretär schrieb der Stadt aber einen Brief. "Bescheid ist Bescheid, unvermeidlich war es, den Stichtag (1.1.2018) der rückwirkenden Abschaffung der Strabs festzusetzen. Es wird immer Bürger geben, die Zahlungen zu leisten haben und andere, die von Zahlungspflichten befreit sind. Sonderregelungen für Ebermannstadt sind, wie auch andernorts, nicht zu rechtfertigen", fasste Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) das Schreiben zusammen.

"Nachdem Landrat Hermann Ulm (CSU) kürzlich die Sach- und Rechtslage klargestellt hat, ist aus meiner Sicht alles gesagt. Ich hoffe dass sich die Angelegenheit nun von selbst wieder etwas beruhigen wird", schließt Staatssekretär Eck in seinem Schreiben. Eine Reaktion im Stadtrat blieb aus. Zum Sachstand der Strabs-Thematik ergänzte die Bürgermeisterin, dass für Windischgaillenreuth und Wolkenstein rechtsgültige Bescheide letztmals im Oktober und November 2017 zugestellt worden sind.

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MARQUARD OCH

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