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Stadt-Up Wettbewerb: 60.000 Euro warten in Ebermannstadt auf kreative Köpfe

Teilnehmer sprechen über Standortvorteile der Stadt - Bewerbungen möglich - 27.02.2020 10:16 Uhr

Anja Meusel, Lukas Gebhard und Moritz Neuner wollen nach ihrem Studium wieder zurück in ihre alte Heimat Ebermannstadt und dort ihre Geschäftsidee umsetzen. „Wir sehen dort ein großes Potenzial.“ © Meusel


"Weil wir in Ebermannstadt und der Fränkischen Schweiz viel Potenzial sehen", sagt Meusel. Und: "Weil wir eine große Verbundenheit mit unserer Heimat haben, auch wenn wir derzeit woanders wohnen."

Die Eindrücke, die sie während ihres Studiums weit weg von Zuhause gesammelt haben, sind zu Ideen gereift. Ideen, die in ein Unternehmen münden sollen. Mit ihrer Idee, in Ebermannstadt ein Netzwerk für Kunst und Handwerk für die Fränkische Schweiz zu gründen, sind sie beim Stadt-Up-Wettbewerb angetreten. Bei diesem sucht die Stadt in Kooperation mit dem Zentrenmanagement und Sponsoren nach kreativen Köpfen, die eine Geschäftsidee in Ebermannstadt umsetzen wollen.

60.000 Euro winken

Bis einschließlich Samstag, 29. Februar, läuft noch die Bewerbungsfrist. 24 Netzwerkpartner bilden die Jury, die unter den Bewerbern die Gewinner, die kreativsten Köpfe, sucht. Es winken Preise in Wert von insgesamt 60.000 Euro für die drei besten Konzepte. "Wir haben bisher mehr Bewerber als wir Preise vergeben können", sagt Annika Eckert vom Zentrenmanagement. Dabei sind Bewerber aus mehreren Bereichen dabei - von Gastronomie, Hotel, der Dienstleistungs- oder Gesundheitsbranche, sagt Eckert. "Bisher haben wir keinen reinen Handelsbetrieb im Bewerberfeld und sind natürlich offen, auch noch kurzfristig vor dem Bewerbungsschluss Bewerbungen aufzunehmen", sagt Eckert.

Um am Wettbewerb teilzunehmen, müssen die Bewerber mit ihrem Geschäftsplan überzeugen. "Das gibt uns Motivation", sagt Meusel. Die jungen Gründer müssen ihre Geschäftsidee so nochmal auf Herz und Nieren prüfen und die Bewerbungsfrist lässt Zeitdruck aufkommen. "Ein Druck, der gut ist", sagt Meusel mit einem Schmunzeln.

Mit einem Büro in Ebermannstadt wollen die Drei Kunsthandwerk aus der Fränkischen Schweiz vermarkten, dafür eine Plattform bilden. Meusel: "Wir wollen einen gemeinsamen Absatzmarkt für Menschen schaffen, die etwas künstlerisches Schaffen."

Am Ende könnte eine Qualitätsmarke für nachhaltige und in der Fränkischen Schweiz hergestellte Produkte stehen. Und damit ein Siegel, dem Verbraucher deutschlandweit vertrauen können, so Meusel. Einen ersten Testlauf haben die Freunde vor zwei Jahren auf dem Ebermannstädter Weihnachtsmarkt unternommen. "Wir haben selbst hergestellte Produkte mit Materialien aus der Region verkauft. Von der Handtasche, über Bleistifte bis hin zu Kleiderbügelhaltern", sagt Neuner.

Alexandra Eyrich hat die Natur um Ebs im Blick. © Pieter Roux, Mafunyane Photography


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Aus bis zu 2.500 Metern Höhe blickte Tom Schneider, Fotograf aus Ebermannstadt, bei einer Fahrt mit einem Heißluftballon auf Dörfer, Natur und wunderschöne Ecken der Fränkischen Schweiz und des Landkreises Forchheim.


Auch Alexandra Eyrich will in Ebermannstadt Fuß fassen: mit einer Zweigstelle ihrer Trauerinitiative für Kinder, Jugendliche und Familien. "Ebermannstadt hat die wunderschöne Fränkische Schweiz vor der Haustüre. Die Natur will ich konkret in unser Angebot für die Trauerarbeit aufnehmen", sagt die zertifizierte Familientrauerbegleiterin und will damit Menschen in den dunkelsten Stunden Hoffnung geben. Bisher betreibt sie eine Geschäftsstelle in Bamberg.

Der Funke ist schnell übergesprungen

Der Funke sei schnell übergesprungen, sich in Rahmen von Stadt-Up zu bewerben. "Ich habe alleine durch Aufenthalte auf der Burg Feuerstein viele Kindheitserinnerungen und einen Bezug zu dieser unheimlich schönen Stadt", sagt Eyrich. In einem Haus in der Straße Am Breitenbach bringt das Team der Trauerinitiative gerade ein Haus in Schuss, in das sie einziehen wollen. "Wir wären auch ohne Wettbewerb nach Ebermannstadt gekommen", so Eyrich. Trotzdem wäre eine erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb ein Gewinn, nicht nur für die Trauerinitiative. "Die Trauerarbeit für Kinder und Jugendliche funktioniert alleine auf Spendenbasis", erklärt Eyrich. Der Gewinn aus Stadt-Up flösse direkt in die Trauerarbeit.

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Fachwerkhäuser leuchten im Sonnenschein, kleine Läden laden zum Bummeln ein und auf dem Marktplatz lockt Kühles. Gehen Sie mit auf einen Spaziergang durch die historische Altstadt von Ebermannstadt.


Schon diese zwei Beispiele zeigen, wie groß die Bandbreite bei dem lokalen Businesswettbewerb ist. Ziel des Wettbewerbs ist es, dass sich die Geschäftsideen auch langfristig im Wiesentstädtchen behaupten. Wer also nicht zu den glücklichen Gewinnern nach der internen Jury-Sitzung am 2. April zählt, darf trotzdem auf die Unterstützung des Zentrenmanagements zählen, in Ebermannstadt Fuß zu fassen, sagt Eckert. In der Jury-Sitzung haben alle Bewerber die Chance, ihr Konzept in einer zehnminütigen Präsentation vorzustellen. Am 24. April werden der Öffentlichkeit dann die drei herausragendsten Konzepte bei einer Feierstunde im Hasenbergzentrum vorgestellt.

Weitere Infos gibt es online unter www.zentrenmanagement-ebs.de

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