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Mittwoch, 23.10.2019

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Sanierte Walberla-Kapelle: Der Erzbischof weiht sie ein

Walburgis-Kirchlein wurde seit 2018 wieder auf Vordermann gebracht - 16.07.2019 10:00 Uhr

Wie neu sieht die Kapelle auf dem Walberla aus. Monatelang war sie innen wie außen repariert und saniert worden, vom Dach bis zu den Wänden. Auch das Mobiliar wird ausgetauscht. An die Stelle der Kirchenbänke treten Stühle, die aus einer Kapelle in Herzogenaurach hergeschafft werden. © Franz Galster


Sitzplätze unter Sonnenschutz sind vorgesehen. Nachher besteht Gelegenheit zur Begegnung. Erlöse aus Bewirtung und Verkauf von Walburgiskerzen, hergestellt bei den Schwestern in Kirschletten, gehen zu Gunsten der Renovierung.

Das Kirchlein steht formal auf Kirchehrenbacher Grund, gehört aber zur Pfarrei Wiesenthau. 2018 wurden die Schäden am Dach bei einem Sturm erkennbar, der Ziegel abhob. Länger wusste man schon von den Rissen im Mauerwerk, die eine aufwändige Renovierung ahnen ließen.

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Im November 2018 wurden die Risse verpresst und das Mauerwerk stabilisiert. Der Denkmalschutz spricht ein Wort mit. Das sichert Qualität. Rund 250.000 Euro waren kalkuliert, die durch Förder- und Eigenmittel gestemmt werden müssen. Die endgültigen Zahlen liegen noch nicht vor.

Es ist auch eine emotionale Angelegenheit, das Kirchlein hat einen festen Platz in der Volksseele. Gehret freut sich, dass er mit der steten Hilfsbereitschaft der Gemeinde Wiesenthau mit Ausrüstung und Personal rechnen konnte. Einheimische Firmen leisteten ihren Beitrag bei Dachdecker- und Schreinerarbeiten. Gefordert waren die Erfahrungen der Kirchenmalerfirma Robert Dörfler, Bamberg.

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Farblich erhält auch die Wand hinter dem Altar eine neue Gestaltung. Eine Marienfigur und eine Herz-Jesu-Figur finden dort ihren Platz, dazwischen die heilige Walburga. Die Kirchenbänke werden durch Stühle ersetzt, die aus einer Kapelle in Herzogenaurach stammen. Pfarrer und Helfer haben es geschafft, die Besucher können bei der Einweihung das Werk in Augenschein nehmen.

Franz Galster

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