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Freitag, 19.07.2019

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Nankendorf: Polsterbräu sucht dringend Pächter

Interessentin springt ab, weil das Küchenpersonal fehlt - 07.06.2019 13:00 Uhr

Die Polsterbräu in Nankendorf sucht einen Pächter. © Ralf Münch


Auch der nächste Versuch ist gescheitert – und so bleibt die Gaststätte Polster-Bräu weiter ein verwaistes Lokal. Doch Bürgermeister Edmund Pirkelmann (BBS) gibt die Hoffnung nicht auf, will jetzt buchstäblich plakativ handeln.

Schon mehrere Interessenten hatten bei der Kommune angeklopft. Die hatte das Gebäude im vergangenen Jahr erworben, nachdem ein namhaftes NPD-Mitglied aus Baden-Württemberg dort einsteigen wollte. Der bierbegeisterte Rechte hatte zwar beteuert, die Polster-Bräu nicht für politische Zwecke nutzen zu wollen, ihm gehe es nur um das Braurecht.

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Das war der Kommune nach allerlei Widerstand hinter den Kulissen aber dann doch zu riskant – und so machte sie von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch, kaufte die Immobilie für rund 135 000 Euro. Seitdem läuft die Suche nach einem Pächter, alternativ auch nach einem Käufer.

Alle Bemühungen scheiterten jedoch bisher, so mancher Kandidat sprang im letzten Moment ab. Aus unterschiedlichen Gründen: Bei der jüngsten Bewerberin, einer Bayreutherin mit jeder Menge Gastronomieerfahrung, hatte Pirkelmann ein "wirklich gutes Gefühl".

Auch, weil sie bereits im Lokal wie in der Küche "mit dem Einräumen und Dekorieren" begonnen hatte.

Jetzt die Absage. Weil der potenziellen Pächterin, die auch die bald freiliegende Fläche gegenüber als Grillplatz für Radler und Biker nutzen wollte, der geeignete Koch fehlt. Pirkelmann will sich davon nicht beirren lassen, bleibt gelassen: "Kommt Zeit, kommt Rat", sagt er.

Und Pirkelmann will in diesen Tagen den Druckauftrag für ein großes Transparent erteilen, das unübersehbar an der Immobilie angebracht werden soll. Die Hoffnung: dass sich jemand für die Polster-Bräu findet. 

sbr

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