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Dienstag, 22.10.2019

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Moschendorf: Feuerwehr und Bauern verhindern Flammeninferno

15 Wehren waren vor Ort - Gemeinderatssitzung in Gößweinstein unterbrochen - 17.04.2019 10:39 Uhr

Das massive Aufgebot der Feuerwehren verhinderte ein Flammeninferno. © Thomas Weichert


Die Flammen drohten auf angrenzende Felder und Wälder überzugreifen und einen dann sicherlich verherenden Flächen- und Waldbrand zu verursachen. Dies konnte laut dem Gößweinsteiner Feuerwehrkommandanten Marcel Zweck nur durch das schnelle Eingreifen der Wehren und von Landwirten mit riesigen Güllefässern voller Löschwasser verhindert werden.

Zwei Feuerwehrleute der Feuerwehr Kirchenbirkig machen die Drohne startklar. © Thomas Weichert


Neben zahlreichen weiteren wasserführenden Feuerwehrlöschfahrzeugen, unter anderem aus Pegnitz, Pottenstein oder Ebermannstadt wurde sogar die Drehleiter aus Waischenfeld und die Feuerwehr Kirchenbirkig mit ihrer Drohne angefordert, um den Brandherd aus der Luft zu beobachten.

Entscheidend für die Brandbekämpfung war jedoch das rasche Handeln von Marktgemeinderat Josef Neuner (BMG) - als während der laufenden Gemeinderatssitzung im Haus des Gastes in Gößweinstein auf dem Funkmeldeempfänger von Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW/BMG) der Notruf mit dem Wortlaut "Großer Freiflächenbrand bei Moschendorf“"hereinkam.

Die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus den Landkreisen Bayreuth und Forchheim klappte hervorragend. © Thomas Weichert


Bürgermeister Zimmermann unterbrach die laufende Haushaltsberatung für zehn Minuten und Neuner rief sofort seine Söhne in Etzdorf an, die sich dann mit zwei Traktoren sowie einem 8000 und 16000 Liter Wasser fassenden Güllefass auf den Weg nach Moschendorf machten. 

Von einen Hydranten von Moschendorf aus wurde von mehreren Feuerwehren, unter anderem der Feuerwehr Tüchersfeld, zwar eine Schlauchstrecke über den Berg hinauf aufgebaut, doch dieses Löschwasser hätte wohl kaum gereicht, um den Brand schnell und effektiv unter Kontrolle zu bringen. 

Mit dem Motorrad zum Brandherd

Wie der Landwirt aus Moschendorf - dem das Feld mit dem erntereifen Chinaschilf (auch Elefantengras genannt) gehört - wenig später im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet, fuhr er sofort mit seinem Motorrad und einem Handfeuerlöscher den Berg hinauf, hatte aber damit keine Chance mehr den Brand zu löschen. Er rief zunächst die Feuerwehrnotrufnummer 112 an.

Anfangs wurde nur die Stützpunktfeuerwehr Gößweinstein und umliegende kleinere Wehren wie Behringersmühle oder Unteralisfeld alarmiert. Gößweinsteins Kommandant Marcel Zweck löste dann einen Großalarm aus - und nach und nach rückten 15 Feuerwehren (aus Ober- und Unterailsfeld, Behringersmühle, Gößweinstein, Muggendorf, Pottenstein, Waischenfeld, Pegnitz, Ebermannstadt, Kirchenbirkig, Kersbach, Tüchersfeld, Kleingesee und Thuisbrunn) an.

"Nur durch dieses massive Aufgebot an Feuerwehren und mit Hilfe der Landwirte war es möglich, diesen Flächenbrand so schnell unter Kontrolle zu bringen und viel Schlimmeres zu verhindern", sagt Zweck.

Der Landwirt sieht das genau so und dankt allen Einsatzkräften für diese unglaublich schnelle Hilfeleistung. Unerklärlich ist auch für ihn, wie es überhaupt zu diesem Brand kommen konnte. Gegen 20..45 Uhr gab Einsatzleiter Zweck Entwarnung: Brand gelöscht.
 

tw

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