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Mittwoch, 23.10.2019

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Mehr Sicherheit für Radler: Forchheimer CSU-Stadträte erkunden Radwegenetz

Verbesserungsbedarf bei kritischen Stellen und Ampelschaltungen - 19.09.2019 12:28 Uhr

Die CSU-Stadtratsfraktion hat mit Frank Wessel vom ADFC (2.v.re.) das Radwegenetz in Forchheim erkundet und dabei Bedarf für Verbesserungen festgestellt. © CSU Forchheim


Die CSU-Stadtratsfraktion fuhr mit Frank Wessel, dem Vorsitzenden des Forchheimer ADFC, neuralgische Stellen des Forchheimer Radwegenetzes ab, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Zweck der Tour auf Initiative des Vorsitzenden Udo Schönfelder war, die Akzeptanz des Fahrradfahrens als umweltbewusste und kostengünstige Fortbewegung, gerade bei Nahdistanzen, konsequent zu fördern. Die NN hat sich im Frühjahr mit dem ADFC die gefährlichen Stellen angeschaut und den Videotest gemacht:

Auch wenn die ein oder andere problematische Gegebenheit, die im Vorjahr festgestellt wurde, laut Mitteilung mittlerweile behoben worden sei, hätten die Teilnehmer aktuelle Verbesserungspotentiale auf dem eigenen Rad erfahren.

Unter anderem stellten sie fest: Wenn Radwege enden, sollten sie nicht einfach schmaler werden und "im Nirvana enden", sondern mit einer gewissen Mindestbreite ins Straßennetz einmünden. Das erhöhe die Wahrnehmbarkeit der Radfahrer aus Perspektive von Autofahrern recht deutlich.

Haifischzähne bei Unterführungen

Bei Unterführungen, beispielsweise zwischen den beiden Forchheimer Friedhöfen, könne die Verbesserung der Sicherheit durch das Anbringen von Spiegeln und Fahrbahnmarkierungen, beispielsweise sogenannte "Haifischzähne" verbessert werden.

An kritischen Stellen, zum Beispiel beim Radweg an der Süd-West-Seite des "Central-Kaufs", Einmündung Regnitzstraße, sei die Fortführung einer roten Fahrbahnmarkierung sinnvoll, damit Autofahrer eindeutig erkennen, dass es dort einen Radweg gibt. Einbahnstraßen wie die Stillstraße in Burk könnten für Radfahrer für eine beidseitige Befahrung zugelassen werden.

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Außerdem stellten die Radfahrer auf ihrer Tour fest: Der Belag der Milka-Brücke müsse instandgesetzt werden. "Hier ragen zunehmend Köpfe von Schrauben aus dem Holz, was zum Sicherheitsrisiko wird", heißt es in der Mitteilung.

Taktung der Ampeln

Weiterhin solle die Taktung einiger Ampelschaltungen verbessert werden. Dies gelte auch aus Sicht des Autofahrers – es müsse verstärkt darauf geachtet werden, dass Querungshilfen oder Verkehrsinseln so geplant und gebaut werden, dass mehrere Radfahrer, auch mit Anhänger, während der Wartephase in Sicherheit dort stehen könnten.

An neuralgischen Kreuzungen sei auch die Realisierung privilegierter Aufstellflächen für Radfahrer in Erwägung zu ziehen. Dies verbessere vor allem bei deren Geradeausfahrt die Sicherheit bei rechtsabbiegenden Autofahrern.

Zudem könne nach Meinung der Teilnehmer die Innenstadt besser mit dem Rad erschlossen werden. Forchheim benötige allgemein mehr Abstellplätze und Ladestationen für E-Bikes. Dies gelte ausdrücklich für beide Seiten des Forchheimer Hauptbahnhofes. Diskutiert wurde über ein kommunales Förderprogramm für Lasten-E-Bikes oder E-Bikes mit Anhängern.

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