Mittwoch, 11.12.2019

|

zum Thema

Kurz und knapp: Die wichtigsten Infos zum Annafest 2019

Wann geht's los? Wie kommt man hin? Viele Fragen - wir haben die Antworten - 24.07.2019 11:24 Uhr

Schlemmen, feiern und genießen: Das Annafest zählt alle Jahre zu den absoluten Höhepunkten im Forchheimer Kalender. © Roland Huber


Der Auftakt

Festumzug, Musikbühnen, Fahrgeschäfte, fränkische Schmankerl von süß bis deftig und natürlich gut gekühltes Fassbier: Offiziell eröffnet wird das Annafest 2019 mit dem traditionellen Bieranstich durch den Forchheimer Oberbürgermeister am Freitag, 26. Juli, um 17 Uhr, am Schindler-Keller. Die Bierkeller sind täglich von 10 Uhr bis 23.30 Uhr geöffnet. Festbeginn ist ab 13 Uhr.

Immer auf dem aktuellen Annafest-Stand bleiben? Nix wie hin zu annafest-forchheim.de!

Ein Geheim-Tipp, der längst keiner mehr ist: die Schlachtschüssel am Donnerstag, 25. Juli, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung. Ab 11 Uhr kommen im Kellerwald Kesselfleisch, Stechbrüh' sowie Blut- und Leberwürste auf die Teller.

Bilderstrecke zum Thema

Bier, Schausteller und Guinness-Rekord: Zehn Fakten zum Forchheimer Annafest

Hätten Sie gewusst, wie viele Schausteller sich jedes Jahr für das Annafest bewerben? Welchen Ursprung hat das Fest? Und welche Kosten bringt die Stadt für Werbung, Baumpflege und Aufräumarbeiten auf? Das Forchheimer Annafest im Faktencheck.


Am Samstag, 27. Juli, findet der traditionelle Annafest-Umzug statt: Trachtenvereine treten auf dem Rathausplatz auf, ab 15.30 Uhr ziehen Blaskapellen, Schützen und Abordnungen verschiedener Vereine durch die Innenstadt hinauf zum Wald. Am Sonntag, 28. Juli, findet um 9 Uhr der Annafest-Gottesdienst auf dem Schlössla-Keller statt.

Musik und Kulinarik

Das musikalische Repertoire reicht von zünftig und volkstümlich bis poppig und rockig, so dass für jeden Geschmack auf den sechs Bühnen das Passende dabei ist. Die Musik spielt bis 23 Uhr, und wer im Anschluss den Abend noch ausklingen lassen möchte, kann noch bis 23.30 Uhr Getränke bestellen. Sperrstunde ist um 0.30 Uhr. Hier geht's zum Musikprogramm 2019.

Bilderstrecke zum Thema

Köööstlich! Kulinarische Verführungen auf dem Annafest 2018

Von Bratwurst, Langos, Fischbrötchen und Brathähnchen bis zu gebrannten Mandeln, Crêpes und Schoko-Pralinen: Das Annafest ist auch ein Fest für den Gaumen. Diese köstlichen Bilder beweisen es.


Für den kleinen Hunger zwischendurch ist das Festgelände in diesem Jahr wieder mit Dutzenden Imbiss-Ständen (darunter auch Foodtrucks und vegetarisch/vegane Köstlichkeiten) gespickt. Wer es auf Schäuferla oder deftige Brotzeiten abgesehen hat, ist freilich auf den Kellern bestens aufgehoben.

Das Bier und seine Keller

Neben dem besonderen Annafestbier gibt es auf den 23 Kellern 18 verschiedene fränkische Biere, darunter natürlich jene der Forchheimer Traditionsunternehmen Greif, Neder, Eichhorn und Hebendanz. Der Bierpreis betrug zuletzt um die 8,80 Euro pro Liter. Mit rund 30.000 Sitzplätzen bietet der Kellerwald mit den Bierkellern auf einer Fläche von 198 Hektar reichlich Platz für Besucher - das ist weltweit einzigartig. Während der elf Tage Festbetrieb feiern 450.000 bis 500.000 Gäste unter freiem Himmel.

Die Tourist-Info Forchheim organisiert zudem am Montag, 29. Juli, und am Freitag, 2. August, jeweils um 15 Uhr, die "Annafestführungen 2019" mit städtischen Gästeführern. Anderthalb Stunden lang kann dabei in die Geheimnisse des Kellerwaldes eingetaucht werden. Der Preis beläuft sich auf zwölf Euro für Familien, Einzelpersonen zahlen sechs, Schüler, Studenten und Menschen mit Handicap fünf Euro. Treffpunkt ist die Infotafel am Fuße des Kellerwaldes (Lichteneiche).

Annafest-Mittwoch und Kindertage

Das Annafest ist für die Forchheimer eine wichtige Tradition. Auch die Arbeitgeber identifizieren sich mit diesem Brauch und feiern jedes Jahr am Mittwochnachmittag mit ihren Mitarbeitern auf den Kellern. Ein Einkaufsbummel in der Innenstadt lohnt sich an diesem Nachmittag ausnahmsweise nicht, alle Geschäfte sind ab 12 Uhr geschlossen.

Bilderstrecke zum Thema

Bierbank statt Schreibtisch: Der Firmentag auf dem Annafest 2018

Am Mittwoch hieß es in vielen Forchheimer Behörden und Firmen: "Geschlossen, denn wir sind auf dem Annafest". Dort genossen die Forchheimer dann einen Arbeitstag der anderen Art - mit Bier, Brezen und Live-Musik. Sicherlich hat sich so manch einer für diesen Tätigkeitsbereich eine Festanstellung gewünscht.


Am Dienstag und Donnerstag ist von 13 bis 18 Uhr Kindertag. Alle Fahrgeschäfte gewähren hier lohnenswerte Ermäßigungen.

Die Anreise

Auf das Auto kann übrigens getrost verzichtet werden, denn es verkehren genügend Busse, die die Besucher sicher aus dem gesamten Stadtgebiet (P&R-Parkplatz, Paradeplatz, Bahnhof/ZOB, ...) zum Annafest hin und wieder weg bringen. Hier geht es zu den Fahrplänen.

Bilderstrecke zum Thema

Elf Dinge, die Sie noch nicht über den Kellerwald wussten

Beliebtes Ausflugsziel, Rekord-Anwärter, zweite Heimat: Der Kellerwald bedeutet den Forchheimern viel. Wir haben elf Fakten gesammelt, die Sie vielleicht noch nicht kannten.


Alla Dooch international

Dass das Annafest keine reine Forchheimer beziehungsweise (Ober-) fränkische Angelegenheit ist, dürfte mit einer alljährlichen Besucherzahl von rund 500.000 Menschen bekannt sein. 2018 hat die Stadt sogar einen Imagefilm drehen lassen, um das Kellerwaldtreiben international noch bekannter zu machen.

Quiz: Erraten Sie alle elf Fragen zum Annafest in Forchheim?

© Ralf Rödel

Alladooch Annafest! Sind Sie ein echter Kellerwald-Profi? Dann testen Sie Ihr Wissen in unserem großen Annafest-Quiz! Wir haben elf knifflige Fragen für Sie herausgesucht.

© Ralf Rödel

© Roland Huber

Frage 1/11:

Auf wen geht der Slogan "Alladooch Annafest" zurück?

Natürlich der "King Alladooch" persönlich! Eigentlich ist Ulrich Raab Chef des Jungen Theaters. Doch in Forchheim ist er vor allem als leidenschaftlicher Annafest-Fan bekannt, der im Kellerwald an keinem Tag fehlt. Raab betreibt auch eine eigene Fest-Homepage, entwirft das "Alladooch"-Annafest-T-Shirt - und tickert mit unserem Team im Liveblog auf nordbayern.de.

© VNP

© VNP

Frage 2/11:

Wann wurde das Annafest zum ersten Mal gefeiert?

Das Annafest entstand ursprünglich aus einer Wallfahrt nach Unterweilersbach, zu Ehren der heiligen Anna, der Mutter Marias. Am 26. Juli, dem Namenstag der heiligen Anna, machten sich die Wallfahrer auf den Weg. Als sie am Nachmittag zurückkehrten, wartete man im Kellerwald schon mit Essen und kühlem Bier, dass dort in den Felsenkellern lagerte, auf sie. Als dann noch der Forchheimer Schützenverein 1840 sein Hauptschießen vom Schießanger an der Regnitz in den Kellerwald verlegte, war das Annafest geboren.

© Ralf Rödel

© Ralf Rödel

Frage 3/11:

Wie viele Bierkeller gibt es?

Genau 23 sind es - und ohne sie wäre das Annafest nicht das Annafest. Bierkeller hatten ursprünglich die Funktion, das Bier das ganze Jahr über kühl zu halten. Im Winter wurden sie mit Eis gefüllt und hielten so ihre Temperatur konstant bis in den Spätsommer. Da an viele Keller praktischerweise gleich ein Biergarten angebunden wurde, kommt daher auch die fränkische Redewendung "auf die Keller gehen".

© Peter Röttele

© Roland Huber

Frage 4/11:

Welchen Rekord hält das Annafest?

Mit 30.000 hat das Annafest die meisten Sitzplätze bei einem Freiluft-Volksfest weltweit. Oder anders gesagt: Es ist der größte Biergarten der Welt. Das zumindest deutschlandweit älteste Volksfest ist übrigens das Liborifest in Paderborn, das im Jahr 836 zum ersten Mal gefeiert wurde.

© Ralf Rödel

© Kilian Trabert

Frage 5/11:

Wie viele Schausteller bewerben sich jedes Jahr?

300 Schausteller wollen jedes Jahr beim Annafest dabei sein. Bis zum Herbst haben sie Zeit, sich zu bewerben. Dann wählt eine Jury der Stadtverwaltung etwa 80 Schausteller aus, die dann im kommenden Sommer ihre Fahrgeschäfte und Buden aufbauen dürfen.

© VNP

© Rolf Vennenbernd/dpa

Frage 6/11:

Warum wurde auf dem Annafest 1844 ein Mann erschossen?

An den 21. Juli 1844 erinnerten sich die Forchheimer noch lange. Denn bei einem Schützen-Wettbewerb auf dem Annafest wurde der 28-jährige Georg Stocker versehentlich erschossen. Seine Aufgabe war es, die Ergebnisse auf den Scheiben abzulesen. Dafür versteckte er sich in einem Graben oder Verschlag hinter den Schießständen und wartete, bis der Schütze geschossen hatte. Beim Schuss des Vereinsmitglieds Moses Moritz Zeiller kam er aber zu früh aus seiner Deckung - und wurde tödlich getroffen. Zeiller soll danach sogar so verzweifelt über den Unfall gewesen sein, dass er sich das Leben nehmen wollte - und nur durch seine Tochter davon abgehalten werden konnte.

© Ralf Rödel

© Ralf Rödel

Frage 7/11:

Wie viele Besucher kommen jedes Jahr in den Kellerwald?

400.000 bis 500.000 Besucher strömen - je nach Wetter - in den Kellerwald. Damit zählt das Annafest zu den größten Volksfesten Deutschlands.

© Ralf Rödel

© Ralf Rödel

Frage 8/11:

Seit wann dauert das Annafest elf Tage?

Schon seit 2014 darf einen Tag länger gefeiert werden! 1840 dauerte das Annafest nur einen Tag, in den 1950er Jahren wurde dann auf zehn Tage erhöht.

© Ulrich Graser

© Roland Huber

Frage 9/11:

Wie hoch sind die Kosten für die Stadt Forchheim?

Für unter anderem Werbung, Baumpflege und Aufräumarbeiten schießt die Stadt Forchheim jedes Jahr 100.000 Euro zu.

© Roland Huber

© Roland Huber

Frage 10/11:

Wie viele fränkische Brauereien sorgen für ausreichend Bier?

Insgesamt gibt es Bier von 18 verschiedenen fränkischen Brauereien. Immer mit dabei: die vier Forchheimer Traditionsbrauereien Neder, Greif, Hebendanz und Eichhorn. Das Annafest-Bier wird übrigens extra für das Event gebraut.

© Ralf Rödel

© Ralf Rödel

Frage 11/11:

Seit wann dreht sich das Riesenrad?

Bereits seit 1986 dreht das Riesenrad "Orion II" im Kellerwald seine Kreise.

© Ralf Rödel

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!

ppr, obj

4

4 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Forchheim