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Mittwoch, 17.07.2019

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Gräfenbergerin schneidet Obdachlosen und Bedürftigen kostenlos die Haare

Doris Hollmann ist mit einem mobilen Frisiersalon unterwegs - "Helfen ist wichtig" - 06.06.2019 05:51 Uhr

Doris Hollmann, ein Engel für Obdachlose und Bedürftige mit Schere und Kamm, in Aktion. Bei ihren Einsätzen ist sie mit einem mobilen Frisiersalon unterwegs. © Foto: privat


"Helfen ist wichtig für mich", sagt Doris Hollmann. Vor allem den vielen Menschen, die kein Dach über den Kopf haben, wollte sie, nach einem Bericht der Nordbayerischen Nachrichten, über die Obdachlosenhilfe in Nürnberg auch Gutes tun. So packte die stellvertretende Obermeisterin der Forchheimer Friseur-Innung bereits kurz vor Ostern ihre Frisierstation ins Auto.

Für Hausbesuche

Das ist ein mobiles Waschbecken, das Hollmann sonst für die Hausbesuche verwendet. Einen Strom braucht es nicht und es ist leicht zu transportieren. Ebenfalls in den Kofferraum gepackt hat Hollmann Shampoo und mehrere Fünf-Liter-Kanister gefüllt mit warmem Wasser. Das bekommt sie mitten auf dem Klarissenplatz in Nürnberg nicht.

Dass Obdachlose und Bedürftige zwischen 14 und 16 Uhr kostenlos gestylt werden, darüber informierte ein Zettel in der Wärmestube.

Vorher hatte sich Doris Hollmann bei Marion Stengl, der Vorsitzenden der Hilfsorganisation für Nürnberger Obdachlose erkundigt, ob das überhaupt gewünscht wird. Marion Stengl, die anderen Mitglieder und vor allem die Obdachlosen waren von der Idee begeistert.

Mobile Frisierstube

Ein Mann sagte, dass es viel zu viele Obdachlose gebe und rief ein lautes Dankeschön, während Hollmann seine Haare stufig schnitt. Waren aufgrund der kalten Temperaturen im April nur wenige Obdachlose bei Doris Hollmanns mobiler Frisierstube unter freiem Himmel, waren am vergangenen Wochenende zwölf Männer, Frauen und auch Kinder unterschiedlicher Nationalitäten da, die ihre Haare fachmännisch waschen und schneiden ließen.

"Manche sind bereits mit gewaschenen Haaren gekommen", sagt Obermeisterin. Nur föhnen konnte Hollmann nicht, denn Strom stand keiner zur Verfügung.

Dafür brachte die Friseurmeisterin einen vom Hiltpoltsteiner Gasthof Aures spendierten Gulaschtopf mit, was sich alle schmecken ließen, bis die Haare luftgetrocknet waren.

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PETRA MALBRICH

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