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Für 10 Millionen Euro: Burg Feuerstein wird saniert

Auch wenn der "Feinschliff" noch fehlt: Die Sanierungsarbeiten am Jugendhaus Burg Feuerstein bei Ebermannstadt schreiten voran. - 17.07.2019 14:00 Uhr

Der zweite Bauabschnitt umfasst den Querbau der Burg mit 22 Gästezimmern, im dritten Abschnitt folgt der Hauptbau mit 29 Gästezimmern und der vierte Abschnitt umfasst das Personal- und Verwaltungsgebäude.


Nun ist er weg, der Kran, der fast ein halbes Jahr lang schwere Bauteile und Material in die oberen Stockwerke des Querbaus im Jugendhaus Burg Feuerstein schaffte. Der zweite Bauabschnitt in der Sanierungsphase des Jugendhauses ist abgeschlossen. Zwar fehlt noch der letzte "Feinschliff", die Belegung des Querbaus läuft aber bald wieder an.

Lange Zeit konnte trotz Einfach-Standard eine gute Belegung mit bis zu 30 000 Übernachtungen und 40 000 Verpflegungstagen pro Jahr im Haus erreicht werden. Die Erfahrungen der letzten Jahre hatten aber gezeigt, dass vor allem die Entscheider – also Lehrerinnen, Lehrer und die Gruppenleitungen – sich mehr Komfort wünschten und Etagenduschen- und Toiletten nicht mehr zeitgemäß sind.

Leitungen stammen noch aus der Gründerzeit

Auch die Wasser- und Elektroleitungen, teilweise noch aus der Gründerzeit des Hauses, haben immer mehr Probleme verursacht. Ausfall der Heizung, Wasserrohrbrüche, defekte Elektroleitungen und Verstopfungen von Abflüssen waren an der Tagesordnung. Auch in Bezug auf den Brandschutz wurden Modernisierungen erforderlich. Die Erzdiözese Bamberg hat deshalb nach längeren Vorrecherchen beschlossen, "die Burg" technisch auf den neuesten Stand zu bringen und das Gebäude an die heutigen Belange der Jugendbildungsarbeit anzupassen – und dafür rund zehn Millionen Euro zu investieren.

Immer wieder böse Überraschungen

Das Jugendhaus und seine Infrastruktur wird in vier Bauabschnitten saniert; der bestehende "Ensembleschutz" auf das Gesamtbauwerk, sowie die Sanierung im laufenden Betrieb machen die Arbeiten dabei nicht einfacher.

Der erste Bauabschnitt im Bereich der Kirchen und der Grundleitungssanierung wurde bereits im letzten Jahr abgeschlossen. Der zweite Bauabschnitt umfasst den Querbau der Burg mit 22 Gästezimmern, im dritten folgt der Hauptbau mit 29 Gästezimmern, und der vierte Abschnitt umfasst das Personal- und Verwaltungsgebäude.

Auch der „Blau Saal“ des Jugendhauses Burg Feuerstein wird im Zuge der Renovierung aufgehübscht. © Foto: Erzbistum Bamberg/Burg Feuerstein


Große Schwierigkeiten bereiteten bisher immer wieder die Überraschungen, die ein altes Bauwerk zu bieten hat, zumal vor allem aus der Gründerzeit des Hauses kaum brauchbare Aufzeichnungen und Pläne vorhanden sind. Selbst nach der kompletten Neuvermessung der Gebäudesubstanz, mehreren Kanalbefahrungen, Bauteilöffnungen und einigen "Probebohrungen" zur Baumaterialanalyse blieben bei der konkreten Bauplanung noch viele Fragen offen, die erst im Verlauf der eigentlichen Bauarbeiten geklärt werden konnten.

Bei aller Sanierung soll das Flair des Hauses beibehalten werden. Um das zu gewährleisten, will die Erzdiözese Bamberg als Bauherr deshalb auch bewusst auf eine kurzlebige "Trendsanierung" verzichten. Vor allem die dunklen Tagungsräume brauchten dringend eine Grundsanierung und die Gästezimmer waren noch mit 1,90-Meter-Betten ausgestattet. Beim Umbau wird zudem, unter anderem durch den Einbau zusätzlicher Aufzüge und breiterer Türen, die Barrierefreiheit erhöht, was einem Schwerpunkt des Jugendhauses, der Inklusionsarbeit, zu Gute kommt.

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170 Betten sind geplant

Das Diözesanjugendwerk Burg Feuerstein hat – wie schon in den letzten Jahren immer wieder – durch Bezuschussung dabei den pädagogisch-inhaltlichen Bereich der Arbeit im Haus unterstützt. Hier vor allem durch die Finanzierung von Spiel- und Sportgeräten sowie der Ausgestaltung des "Erfahrungsfeld Landwirtschaft".

Insgesamt sollen nach Abschluss der Bauarbeiten am Belegtrakt in Haupt- und Querbau 51 Zimmer mit 1–6-Bett Belegung und damit etwa 170 Betten zur Verfügung stehen.

Die sanierte Jugendburg mit den zwei Kirchen und dem Außengelände wird auch in Zukunft gut belegt sein und ein idealer Ort für die katholisch-sozial orientierte Kinder- und Jugendbildungsarbeit bleiben, teilt die Erzdiözese Bamberg mit. Das würden alleine schon die erfreulichen Vorbelegungsanfragen zeigen. 

nn

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