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Fränkische Schweiz: Mit Anstand auf dem Fünf-Seidla-Steig unterwegs

"Knigge-Regeln" für den Biertrinker - Musikboxen in den Wirtschaften unerwünscht - 30.05.2019 07:00 Uhr

Gerade am Vatertag wird der Fünf-Seidla-Steig wieder ein beliebtes Ziel bei Vatertags-Ausflüglern sein. Der Großteil der Besucher schätzt das Bier in geselliger Runde, schätzungsweise drei Prozent der Besucher benehmen sich allerdings völlig daneben. © Foto: Petra Malbrich


Mit einer Art "Knigge" für den Biertrinker haben die Wirte schon vor einigen Jahren Benimmregeln aufgestellt, etwa um "Natur und Landschaft und die Anwohner entlang der Strecke zu schonen" und Junggesellen-Abschiede samt grenzwertiger Kostümierungen zu untersagen. Die Strecke wird immer beliebter und wurde erst 2018 mit dem "Goldenen Bierpreis" ausgezeichnet.

Die Anstandsregeln scheinen zu fruchten, doch die berühmten Ausnahmen bleiben. So machte die Brauerei Hofmann in Hohenschwärz erst vor wenigen Wochen in ihrem Facebook-Post darauf aufmerksam und bat ausdrücklich, keine Musikboxen mehr in die Wirtschaft und in den Biergarten mitzubringen.

Gesunder Menschenverstand

"Wir sind jede Woche in der Hoffnung, dass einem der gesunde Menschenverstand sagt, dass Musikboxen in einer Gaststätte und einem Biergarten nichts zu suchen haben. Leider bekommen wir jede Woche gezeigt, dass dieser nicht mehr zu existieren scheint, von daher müssen wir es auf diesem Wege nochmals deutlich machen", schreibt die Brauerei Hofmann und weist mit dem Bild einer durchgestrichenen Musikbox erneut explizit auf dieses Verbot hin. Die Mutter des Brauereibesitzers meinte auf Nachfrage der Nordbayerischen Nachrichten, es gebe keine Probleme mehr, auch an Vatertag herrsche "ganz normaler Betrieb".

Keine Probleme mit Musikboxen hat auch Carola Winkler von der Weißenoher Klosterbrauerei. Im Biergarten dröhnt keine elektronische Musik von den Tischen.

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"Dass Musikboxen nicht erwünscht sind, wissen die Gäste. Es geht nicht, dass an jedem Tisch eine andere Musik spielt. Wir haben aber nichts gegen eine mitgebrachte Gitarre", meint Irene Brehmer, Chefin vom Gräfenberger Lindenbräu. Es ist nur ein geringer Prozentsatz, der auffällt, etwa drei Prozent schätzungsweise, benehmen sich völlig daneben.

Es ist ein wenig wie bei Goethes Zauberlehrling, der die gerufenen Geister nicht mehr los wird: Wo es schön ist und gut schmeckt, da kehrt man gerne ein: Ein Problem mit dem zahlreiche Gastronomen der Fränkischen kämpfen ist auch ein Problem am Seidla-Steig: "Wir werden von den Leuten überrannt. Es fehlt einfach Personal", sagt Georg Kugler vom Elch Bräu in Thuisbrunn.

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PETRA MALBRICH/bhe

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