Montag, 16.12.2019

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Forchheimer Brettla lud zum Sommertheater

Märchen & Co.: Laienschauspieler führten mehrere Stücke auf - 14.07.2019 16:00 Uhr

Alexander Dworschak und Thomas Hubrich beim "Gespräch im Zug". © Alexander Hitschfel


Dort gab es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, allesamt Laienschauspieler, die in den letzten Jahren in die verschiedensten Rollen geschlüpft sind. Doch zuvor durfte der Nachwuchs im Jugendstück zeigen, was er drauf hat.

Die jungen Schauspieler entführten die Besucher in ein aus den Fugen geratenes Märchenland. Dort mussten Hänsel (Lara Hertzschuch) und Gretel (Svenja Schuberth) sich wegen Mordversuchs an der Hexe auf der Anklagebank verantworten. Auch die anderen Märchenfiguren hatten lange Vorstrafenregister: Während Hans im Glück wegen Trickbetrug verurteilt wurde, musste sich Aschenputtel wegen Sklaverei und Arbeitszeitverstößen vor Gericht verantworten. Am Ende hatte Richterin Barbara Salesch (Malena Lengenfelder) das letzte Wort. Sie sprach Hänsel und Gretel wegen gemeinschaftlichen Mordversuchs schuldig und verhängte als Strafe zwei Jahre Big Brother Container und ein Jahr Dschungelcamp.

Die jugendlichen Schauspieler machten ihre Sache richtig gut, so dass man aktuell davon ausgehen kann, dass der Nachwuchs für die nächsten Jahre gesichert ist.

Das Wort "Laien" ließe sich streichen

Im zweiten Stück unter dem Motto "Quiz" standen mit Kerstin Jungwirth als Quizmaster und Tamara Buchfelder als die etwas einfältige Quizteilnehmerin Frau Küppers zwei Schauspielerinnen auf der Bühne, die bereits der Brettla-Theaterjugend entwachsen sind. Ihnen folgten Alexander Dworschak und Thomas Hubrich mit ihrem Stück "Gespräch im Zug". Einmal mehr liefen sie dabei zur Höchstform auf und zeigten, dass man den Zusatz "Laien" vor dem Wort Schauspieler eigentlich streichen könnte.

"Die Großen der Weltgeschichte" spielten im Anschluss Walburga Heger und Robert Schmitt — zwei Ensemblemitglieder, die dem Forchheimer Brettla in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht nur ein Gesicht gaben, sondern den kleinen Kulturverein prägten wie nur wenige Mitglieder vor ihnen. Lebhaft wurde im Stück darüber debattiert, mit welchen Verkleidungen man das Motto des Faschingsballs "Die Großen der Weltgeschichte" am besten erfüllen könnte. Walburga Heger als Jungfrau von Orleans — eine Vorstellung mit der sich besonders Bühnenpartner Robert Schmitt so gar nicht anfreunden konnte.

Einen sündigen Tango legten Dora (Gitta Buchfelder-Endres) und Willi (Walter Burkard) danach auf das Parkett. Bevor der unterhaltsame Theaterabend sich dann dem Ende neigte, zeigten Kerstin Jungwirth und Bühnenpartner Thomas Kmeth mit dem Stück "Feierabend" ein weiteres belustigendes Kurzstück.

Am Ende kann man dem Forchheimer Brettla wieder mal bescheinigen, dass es mit seinen Theatereinlagen geschafft hat, sein Publikum bestens zu unterhalten. Für die musikalische Untermalung zwischen den einzelnen Stücken sorgte der Spielmannszug der SpVgg Jahn Forchheim.

ALEXANDER HITSCHFEL

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