Dienstag, 19.11.2019

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Forchheim: Wie geht es am Rappenkeller weiter?

Besitzer wünscht sich eine Zusammenlegung mit dem Schaufelkeller - 13.10.2019 20:00 Uhr

Dieses Bild entnehmen wir mit freundlicher Genehmigung dem Buch „Biertradition in Forchheim“ von Reinhold Glas. Es ist in den 1950er Jahren entstanden und zeigt im Vordergrund den Rappen-, im Hintergrund den Schaufel-, damals Löwenbräukeller. © Repro: Roland Huber


Nach 18 Jahren ging am Rappen-Keller Anfang Oktober eine Ära zu Ende: Kellerwirt Andreas Woithe und seine Lebensgefährtin Alexandra Seitz haben den Kellerbetrieb aufgegeben und sind ab jetzt neue Wirte im ehemaligen Bammersdorfer Sportlerheim.

Seitdem brodelt die Gerüchteküche, wie es in dem Traditionskeller weiter geht. Es sei sogar fraglich, ob er überhaupt künftig öffentlich bewirtet wird, hieß es. Denn als Nachfolger wurde neben einem Forchheimer Imbissbuden-Betreiber ein Motorradclub gehandelt. Die Gespräche mit diesem Verein blieben nach Auskunft von Besitzer Johann Modschiedler aus Buttenheim (Löwenbräu) aber ergebnislos.

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Ihm schwebe inzwischen ohnehin "eine interne Lösung" vor, die er ab sofort verfolge, sagte Modschiedler: "In den sechziger Jahren waren der Rappen-Keller und der heutige Schaufel-Keller keine zwei getrennten Bierkeller, sondern nur ein einziger. Wieso sollte das nicht wieder so werden?"

Die Väter machten es vor

Hilde Schaufel sei eine der dienstältesten Wirtinnen im Kellerwald. "Ihr Gatte Georg und mein Vater Hans haben am 3. Januar 1981 den Vertrag gemacht, somit könnte sie in 15 Monaten ihr 40-jähriges Jubiläum feiern."

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Doch Hilde Schaufel will davon nichts wissen: "Das mache ich nicht." Sie wolle ihren Keller weiter bewirtschaften wie bisher und nichts anderes, sagte sie den Nordbayerischen Nachrichten. Einen neuen Pächter für ausschließlich den Rappen-Keller schließt allerdings Johann Modschiedler nahezu aus: "Ich will keinen anderen mehr haben." Es bleibt spannend.

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LEO HÜHNLEIN UND ULRICH GRASER

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