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Sonntag, 20.10.2019

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Forchheim: "Tag der Jugend" litt unter dem Regen

Wenig Besucher und vorzeitiges Veranstaltungsende am Rathausplatz - 06.05.2019 14:00 Uhr

Völlig unbeeindruckt vom schlechten Wetter zeigten sich nur die Karatekids vom Shotokan-Karate-Zentrum, die mit einer perfekten Vorführung ihr Können zeigten. © Jennifer Willert


Der Witterung zum Trotz, hatten sich 29 Vereine und Verbände am nassgrauen Samstagvormittag eingefunden. Wegen des anhaltenden Regens entfielen das eigentliche Rahmenprogramm und sämtliche Vorführungen. Auch die einzelnen Stände hatten meist nur eine Art Notprogramm vorbereitet.

Die meisten teilnehmenden Vereine hatten immerhin einen Pavillon oder Zelt dabei, um dem ständigen Regen und der Kälte einigermaßen zu entkommen.

Dennoch gab es vielfältig Interessantes zu entdecken. So bot der deutsche Amateur-Radio-Club Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, selbst eine kleine, einfache Schaltung zu löten oder sich im Morsen zu erproben. Dabei suchten sich die Kinder die passenden Morsezeichen zu ihren Vornamen aus einer Liste heraus und setzten es dann mittels eines Morsegeräts in lange und kurze Signale um. Die fertig gelöteten Schaltungen auf Bierfilz und mit bleifreiem Lot, durften die Kinder mit nach Hause nehmen. "Jeder hat ein Smartphone, aber keiner weiß, was alles drin steckt", so Ortsverbandsvorsitzender Peter Ahrbecker. "Die Kinder werden so spielerisch an die Technik herangeführt."

"Wenn Pfadfinder wegen des Wetters nicht kommen, wäre das irgendwie peinlich", erklärte die Vorsitzende des Verbandes christlicher Pfadfinder, Katrin Horsch. In dem runden und gemütlichen Zelt der Pfadfinder war man nicht nur vor dem Regen sicher, sondern konnte sich auch am offenen Feuer ein "Spatenei" braten. Dazu nimmt man eine Scheibe Brot, aus der vorher das Innenteil heraus genommen wurde und platziert diese in der Mitte einer Schaufel. Dort wird dann das Ei hinein geschlagen und mit dem fehlenden Teil des Brotes wieder verschlossen. Nach dem Braten einmal drehen und fertig ist "das Spatenei".

Wer die Natur und das Abenteuer liebt, Spaß an Gruppenaktivitäten hat, ist bei den Pfadfindern richtig — so veranstalten sie unter anderem in den Sommermonaten das sogenannte "Hajken". Eine Wanderung, bei der die Jugendlichen mit Essen und Ausrüstung ausgestattet, verschiedene Aufgaben bewältigen müssen.

Gleichgewicht und Geschicklichkeit brauchte man beim sogenannten "Steherwettbewerb" beim Radsportverein Forchheim. Dabei ging es darum, so lange wie möglich in einem abgesperrten Areal auf dem Fahrrad stehen zu bleiben. Nur durch Hüpfen und Anrempeln konnte man versuchen, seine Mitstreiter vom Rad zu holen.

Etwas verlassen war der Stand des Bayerischen Landes-Sportverbandes, der mit einer Verlosungsaktion und heliumgefüllten bunten Luftballons wetterbedingt nur wenige herbei locken konnte. "Letztes Jahr haben wir 200 Luftballons verteilt", sagte die Vorsitzende Bärbl Flessa.

Ähnlich erging es dem Deutschen Kinderschutzbund, der mit seinem kreativen Angebot ganz alleine am Stand war. "Die eigentlich geplante Spielstraße fällt heute leider weg", meinte Elisabeth Hümmer mit einem Blick ins nasse Grau.

So fehlten auch die Hüpfburg und der geplante Rollstuhl-Parkours vom Stand der Arbeiter-Samariter- Jugend (ASJ) und auch Husky "Nanuk" und Münsterländerhündin "Maja" warteten vergeblich auf willige Spaziergänger. Der Ehrenamtliche Besuchshundedienst des ASB war dieses Jahr das erste Mal dabei gewesen.

Wohltuende und fröhliche Klänge schallten vom Zelt des Musikvereins Forchheim-Buckenhofen. Dort konnten Interessierte ohne Vorkenntnisse verschiedene Instrumente ausprobieren und ein direktes musikalisches Erfolgserlebnis verbuchen. Beate Nische, Fachkraft für Elementarmusik bedauerte das schlechte Wetter. "Normalerweise erhalten wir immer durch diese Veranstaltung einen 15-prozentigen Zulauf an Kindern für die Gruppen, musikalische Früherziehung, Flöte-Orff-Ausbildung und unserer Rhythmusgruppe, ,Rattabonga’, das wird wohl heute nichts."

Vom Regen völlig unbeeindruckt zeigten sich die Karatekids vom Shotokan-Karate-Zentrum. Mit einer perfekt einstudierten Vorführung zeigten sie den Zuschauern ihr Können.

Als der Pavillon der Wasserwacht vom Wind weggeweht wurde, packten die meisten zusammen, die Veranstaltung endete zwei Stunden früher als geplant.

Jennifer Willert

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