19°

Dienstag, 11.08.2020

|

zum Thema

Forchheim: Bürgermeister will Schwächen im Kellerwald aufdecken

Vor neuer Gestaltungssatzung soll erst Status Quo skizziert werden - 02.07.2020 06:30 Uhr

Auch das ist der Kellerwald: Kaputte Bistro-Tische und ausgemusterte Heizkörper am Schlössla-Keller. Mittlerweile wurden die Gegenstände, versichert der Pächter, fachgerecht entsorgt.

© Ralf Rödel


Treppenstufen, zentimeterhoch mit Laub bedeckt, Schankstätten, die zwar (noch) nicht benutzt werden, aber an deren alten Eingangstoren die Spinnen Party feiern, herausgebrochene Holzbalken, so viele, dass man sie nicht zählen kann, Zaunelemente, alte Heizkörper und Kabelstränge: Einladend sieht anders aus.

Bilderstrecke zum Thema

Elf Dinge, die Sie noch nicht über den Kellerwald wussten

Beliebtes Ausflugsziel, Rekord-Anwärter, zweite Heimat: Der Kellerwald bedeutet den Forchheimern viel. Wir haben elf Fakten gesammelt, die Sie vielleicht noch nicht kannten.


Um den Status Quo im Kellerwald zu skizzieren hatte Annafest-Bürgermeister Udo Schönfelder eingeladen, mit dem Ziel einer Stärken-Schwächen-Analyse und dem Fernziel einer schon so lange angedachten Gestaltungssatzung.

Denn keine Sommersaison vergeht, in der nicht über das Aussehen des Kellerwaldes und seiner Keller diskutiert wird. Stahltreppe ja oder nein? Plastikplane schön oder hässlich? Mülltonnen und Abfallbehälter wohin? Undsoweiterundsofort.

Doch die Probleme, und auch die Ansätze, diese Missstände zu lösen sind vielschichtig: Das fängt bei den Besitzverhältnissen an, bei den Verantwortlichkeiten, Absprachen, Abmachungen, dem Inhalt von Pachtverträgen und endet bei dringend nötigen Investitionen wie etwa Fettabscheidern, neuen Küchen und Schankanlagen.

Bilderstrecke zum Thema

Best of Annafest 2019: Die schönsten Momente im Kellerwald

Elf Tagen Trubel im Kellerwald und Ausnahmezustand in der Stadt: Das 179. Annafest Geschichte. In unserer Foto-Auswahl aus allen Festtagen lässt sich hervorragend in den Annafest-Momenten 2019 schwelgen.


„Die Eigentümer müssten mehr investieren“, sagen etwa Carola Bernklau, die den Neder-Keller gepachtet hat und auch Ramo Bajric, dessen Tochter den Schlössla-Keller von Familie Hebendanz gepachtet hat. Neue Biertischgarnituren, im Idealfall mit Rückenlehnen, die man im Winter einmotten könnte, um anschließend den Boden sauber zu fegen etwa, wünschen sie sich. Denn gerade in diesem Corona-Jahr ohne Annafest sei die Gelegenheit dazu so gut wie sonst nie, sagen beide.

Bilderstrecke zum Thema

Hunde, Feuerwehr, Babys, Straftaten: Forchheim in Zahlen

Wie hoch ist das Durchschnittseinkommen in Forchheim? Was zieht die meisten Besucher an? Wie viele Fehlalarme gibt es im Jahr? Und wie viele Neugeborene erblicken das Licht der Welt in Forchheim? Wir haben Daten zum Stadtleben gesammelt und graphisch aufbereitet.


„Ziemlich ärgerlich“, so Bajric, sei überdies gewesen, dass eine grüne Abdeck-Plane, die den „Müll des vorherigen Pächters“ verbergen sollte und just beim offiziellen Termin Heizkörper, Holz und Stehtische offenbarte, vom Wind weggeblasen wurde.

„Ich hab’ das vorher nicht gesehen“, sagt Bajric auf Nachfrage. Fritz Hebendanz habe ihn gebeten, den Müll wegzufahren und zu entsorgen. „Wenn Sie heute zu uns kommen, dann ist’s als wäre nichts gewesen.“

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Forchheim