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Mittwoch, 23.10.2019

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Fest für Ross und Reiter: So war der Stephanusritt 2019

Zuschauer säumten den Weg rund um die Kirche in Moggast - 23.06.2019 17:42 Uhr

Drei Mal zog der Tross aus Reitern und Pferden um die Kirche in Moggast. © Marquard Och


Am Weiher begrüßte Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) die Feuerwehren Moggast/Wolkenstein mit Kommandant, Stadtrat Christian Sponsel und Vizevorsitzenden Michael Schrüfer – mit der gleichzeitigen Ausrichtung der Kerwa waren die Frauen und Männer im Dauereinsatz – nach dem dreimaligen Kirchenumzug blieb als nächste Aufgabe das aufsammeln der „Pferdeäpfel“ an den Wehraktiven hängen.

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Stephanusritt in Moggast: 76 Reiter huldigen dem Pferdepatron

76 Reiter zu Pferde huldigten in Moggast dem Pferdepatron und Kirchenheiligen Stephanus. Voran bei dem dreimaligen Umzug um die Wehrkirche "hoch zu Ross": Pfarrer Florian Stark und Bürgermeisterin Christiane Meyer mit Amtskette. Hoch war die Anspannung von Pferd und Reiter schon am Sammelplatz; einer feschen Amazone wäre "fast der Gaul durchgegangen". Die größte Abordnung stellte mit 20 Vierbeinern und Reitern der "Sternenhof Gößweinstein"


„Jedes Jahr neu fasziniert mich die Lebensgeschichte des im Jahr Eins nach Christus geborenen Stephanus, der sich zu Christus bekannte und dafür nach eben mal 40 Lebensjahren gesteinigt wurde“, rief die Stadtchefin. In den Kontext rückte Meyer die Worte von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Mord an dem hessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke: „Wo die Sprache verroht, ist die Straftat nicht weit“.

Prächtige Kaltblüter

„Ross und Reiter“ nannte die Bürgermeisterin den zahlreichen Gästen, die sich am Straßenrand über den Erhalt des alten Brauchtums freuten: der „Sternenhof“ Gößweinstein war mit 20 Pferden angeritten, die „Lucky Luke Ranch“ Großenohe war mit acht „Quaderhorses“ vertreten, sieben Paare stellte der „Reit- und Fahrverein“ Birkenreuth, jeweils fünf Pferde mit Reitern kamen von den Reitställen Schleicher (Heroldsbach/Thurn) und Steinbrecher aus Allersdorf. Prächtige „Tinker“-Kaltblüter – eine englische Rasse – waren im Zug und meist vom Nachwuchs beritten, Haflinger und Ponys.

In seiner Ansprache zur „Liebe für die Schöpfung“ zitierte Pfarrer Florian Stark den Schriftsteller Antoine Saint-Exupéry: Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt. „Durch ihre Freude am Reiten, ihre Fürsorge beim Striegeln und Pflegen der Tiere setzen sie dieses Sprichwort in die Tat um – beim Reiten schauen sie in die gleiche Richtung und kommen gemeinsam voran“, so Stark, um dann Reiter und Vierbeiner mit Weihwasser zu segnen. Von Jahr zu Jahr sitzt der Pretzfelder Geistliche bei der Haflinger-Araberstude „Amira“ fester im Sattel.

Marquard Och

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