29°

Dienstag, 25.06.2019

|

Ernährung und Bewegung: Schüler im Kreis Forchheim sollen fit bleiben

Wer was im Bauch hat, ist "besser drauf": Konzept auf Burg Feuerstein vorgestellt - 30.04.2019 08:00 Uhr

Gesunde Ernährung, bessere Bewegung und Stressbewältigung: Der Schulamtsdirektor a.D. Gerhard Koller (rechts) blickte auf die Anfänge von „Gut drauf“ zurück. © Marquard Och


„Gut drauf“ war gestern. Seit dem Schultag nach den Osterferien gilt, jetzt sind Schüler und ihre Lehrer einfach „besser drauf“. Es geht um die Bildungsregion Forchheim, die im Rahmen eines Fachtags in der Jugendburg Feuerstein vertreten durch die Grundschullehrerinnen Martina Schneider (Igensdorf), Barbara Dachert (Kirchehrenbach) und Sigrid Nöth-Nix (Weilersbach) das Konzept des Programms präsentierten.

„Besser drauf, wir sind dabei“, sagten Lehrkräfte aus 20 Landkreisschulen zum Ziel der Aktion, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten wie auch die Stressbewältigung der Schüler nachhaltig zu verbessern versucht. So will man einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheits- und Leistungsförderung leisten. Dazu sollen die Pädagogen und Mitarbeiter an den Schulen motiviert werden. Zunächst einmal gibt es ein Poster, das überall mit Begeisterung ausgehängt werden soll.

Anschubhilfe und Preisgeld

Für die Aktion gibt es 100 Euro Anschubfinanzierung und nach drei Jahren Dokumentation der Aktivitäten in den Bereichen Organisation, Einbindung in den Lehrplan, Gestaltung, Bewegung, Ernährung und Stressregulierung ist ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro drin, erläuterte Sigrid Nöth-Nix den Pädagogen im „Stuhlkreis“ die Vorteile und den Ansporn zur Zertifizierung.

Zu Einzelheiten des Konzeptplans sagte Otto Siebenhaar, Stellvertreter des Landrats: „Ich bin zum großen Teil gut drauf“. Er erinnerte an das von Schulamtsdirektor Gerhard Koller eingeführte Konzept; die Weiterführung möge angenommen werden, um damit das Leben der Kinder so gut wie möglich gestalten zu können.

Von der AOK Bamberg betonte Peter Fuchs, „wir haben den gesetzlichen Präventionsauftrag, trotzdem ist es uns eine Herzensangelegenheit wenn es darum geht, Kindern Gesundheit mit einem Projekt zu vermitteln, für das im Lehrplan normalerweise kein Raum ist. Wir unterstützen das sehr gern“.

Die Ausbildungsbeauftragte der Sparkasse Forchheim, Andrea Schubert, sagte in Erinnerung an andere segensreiche Einrichtungen, wie zum Beispiel, „Jedem Kind ein Instrument“ (Jeki), dass man sich das Thema Bildung seit Jahren auf die Fahnen geschrieben habe, aber „Besser drauf“ könnte doch jetzt sowohl in Grundschulen als auch an weiterführenden Schulen die Bedingungen verbessern und sollte deshalb unbedingt mitgetragen werden.

Der frühere Schulamtsleiter und jetzt FOr-Sprung-Vorsitzende Wolfgang Blos sprach auch für den Leiter des Bildungsbüros, Martin Haendl: „Sportlehrer für die Bewegung, Hauswirtschaftslehrer kochen für eine gesunde Ernährung, das zusammen zu bringen, ist unser Kernthema bei ,besser drauf‘“. Hier sei nicht die Dokumentation sondern die Durchführung das Wichtigste, unterstrich Wolfgang Bloß.

Für Wohlfühlschule

Schulamtsdirektor a.D. Gerhard Koller blickte auf die Anfänge zurück; als er sich 2004 an die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ wandte. Damals hieß es zunächst, für Schulen sei „gut drauf“ nicht gedacht. Dennoch habe er einen Weg gefunden – aus der Adalbert-Stifter-Schule sei mit der Renovierung von Klassenzimmern eine „Wohlfühlschule“ geworden.

Das soziale Verhalten sei längst stärker in den Schulalltag integriert – 2006 waren schon 32 Schulen im Kreis „gut drauf“ – 2007 wurde aus Nürnberg das Projekt „Lunchbox für Erstklässler“ übernommen: „Kinder müssen die Möglichkeit haben, mit einen Frühstück in die Schule zu kommen“ so Koller. Schulamtsvertreterin Cordula Haderlein gab dem Kolleg/innenkreis mit: Ohne sich im Lehrplan „gefangen“ zu fühlen, gelte es Impulse mitzunehmen und Schwerpunkte zu setzen. 

MARQUARD OCH

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Ebermannstadt