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Effeltrich meldet sich furios an der Platte zurück

Drittligist hat Klassenerhalt plötzlich wieder in eigener Hand - 09.04.2019 17:38 Uhr

Yutaka Kashiwa macht seit dem Start seiner Semesterferien in Effeltrich viel mit. Nun kann der Japaner doch noch zu einem glücklichen Saisonausgang beitragen. © Roland Huber


Weil der Tabellenvierte aus Weinheim in der zweiten Saisonhälfte auf eine verletzte Stammkraft verzichten muss und sich obendrein das größte Jungtalent auf seine Abiturprüfungen konzentriert, hatten die Hausherren zumindest auf einen versöhnlichen Abschied vor eigenem Publikum hoffen dürfen. Tatsächlich lösten sich die im Zuge diverser Rückschläge eingestellten Verklemmungen derart, dass die Effeltricher nach einer 2:0-Doppelführung in vier weiteren Einzeln nur noch drei Sätze abgaben. Es war, als würden sich die Kräfteverhältnisse der bisherigen Drittliga-Saison umkehren. Weinheims Björn Baum sowie der kroatische Nationalspieler Filip Cipin wehrten sich in den Spitzenbegegnungen couragiert, mussten sich aber Yutaka Kashiwa und Martin Guman geschlagen geben. Der Slowake, dessen Verbleib eng an die Ligazugehörigkeit der Franken geknüpft ist, brachte seinen Sieg im Entscheidungsdurchgang nach zwei vergebenen Matchbällen 14:12 ins Ziel. Auf den hinteren Positionen zahlte sich endlich einmal wieder das ausgeglichene Leistungsvermögen der Effeltricher aus, das durch die Einsätze des Japaners Kashiwa eine Stufe höher gehoben wird. Neben Marius Zaus behielt auch Routinier Martin Jaslovsky gegen einen Debütanten souverän die Oberhand. Aber gefeiert wurde dieses 6:0 am Abend kaum

„Einfach genug Schlaf“

Schließlich ging es tags darauf auf eine zweieinhalbstündige Fahrt in den Landkreis Ludwigsburg zum zu Hause ungeschlagenen Tabellendritten SV Kornwestheim. Mit einer famosen Vorstellung bereiteten Zaus und Kapitän Alexander Rattassep, der sich im Dienst der Mannschaft erneut mit einem Einsatz im Doppel begnügte, den Boden für eine Überraschung. Während Kornwestheims Jung-Nationalspieler Kay Stumper in zwei Spielen nicht aufzuhalten war, nutzten Effeltrichs Kashiwa und Guman den Zustand des am Rücken angeschlagenen ehemaligen tschechischen Nationspielers Josef Simoncik. Im hinteren Paarkreuz wiederum bewegten der kampfstarke Jaslovsky und ein spielerisch herausragender Zaus das Pendel entscheidend in Richtung des Außenseiters. In allen drei Duellen mussten die Kontrahenten in die Verlängerung, ehe Zaus mit dem letzten Punkt zum 11:9 über den Ex-Hilpoltsteiner David Marek das 6:3 besiegelte.

Zwei Teams ziehen zurück

Zur Belohnung für ein Vier-Punkte-Wochenende bekommt das Landkreis-Aushängeschild zum Rundenschluss am Sonntag ein Endspiel um den Klassenverbleib beim nun mit 9:25 Zählern punktgleichen Schlusslicht Jena. Hatten frühere Hochrechnungen noch den achten Platz als ersten Nichtabstiegsplatz ausgegeben, hat sich die Konstellation vereinfacht. Zwar muss die Süd-Staffel wohl mit Neckarsulm und Hilpoltstein zwei Zweitliga-Absteiger aufnehmen, doch Kornwestheim und die Bundesliga-Reserve aus Mühlhausen ziehen ihre Teams zurück. Zunächst hatte das kaum Jubelsprünge ausgelöst, da selbst Jena in unerreichbarer Entfernung. Nun ist das anders: Für die Rettung reicht ein Remis.

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