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Bürger wünschen sich für ihre Kinder einen Spielplatz

Rüsselbach:Anlieger müssten sich finanziell beteiligen - 04.11.2016 11:54 Uhr

Bürgermeister Wolfgang Rast: "Das haben wir schon heiß diskutiert." © Horst Linke


Bürgermeister Wolfgang Rast (Igensdorfer Umland) traf sich auf seiner Tour der Bürgerversammlungen mit Bürgern der Gemeinde im Vereinsheim in Mittelrüsselbach. Rast berichtete, dass es im Winter zu Ausschreibungen kommen werde, damit im Frühjahr nächsten Jahres die Aufträge für den Bau von neuen Wasserleitungen nach Oberrüsselbach vergeben werden können.

Das ist notwendig geworden, da sich in den alten Gussrohrleitungen Ocker gelöst hat und bei den Verbrauchern braunes Wasser aus der Wasserleitung geflossen ist.

Rast zählte auch die Baumaßnahmen des vergangenen Jahres kurz auf. In Spielplätze in Stöckach und Pommer seien 15 000 Euro investiert worden. Für die Kinderkrippe „Spatzennest“ seien 18 000 Euro ausgegeben worden. Am Weidenbühl sei ein Buswartehäuschen angeschafft worden.

Der Bau eines Gehwegs am alten Schulweg in Pettensiedel sei mit 216 000 Euro zu Buche geschlagen und die Kanalisierung in Unterlindelbach werde etwa 850 000 Euro kosten.

Aus dem Publikum kam die Frage, ob denn auch für Spielplätze in Rüsselbach etwas geplant sei, „jetzt wo wir Kinder hätten“. Rast antwortete, dass da nichts geplant sei.

Ein Besucher schlug vor, ob man nicht das Grundstück hinter der Neubausiedlung als Spielplatz nutzen könnte. „Das haben wir schon heiß diskutiert“, entgegnete der Bürgermeister. Allerdings müssten sich in diesem Fall die Anwohner finanziell beteiligen. Rast erklärte, dass bei Kinderspielplätzen in Baugebieten die Anlieger 50 Prozent zuzahlen müssen. Das wären etwa ein Euro pro Quadratmeter ihrer Grundstücksgröße. „Da will ich vorher nochmal ehrlich mit den Leuten reden, damit sie wissen, was auf sie zukommt“, meinte Rast. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass man nicht so viel Geld übrig habe, wenn man gerade gebaut hat.

Den Spielplatz in Unterrüsselbach will der Bürgermeister kurzfristig einebnen und neu ansähen lassen, damit die Kinder zumindest darauf herumrennen können.

Außerdem wies der Bürgermeister darauf hin, dass es mit den Anschaffungskosten nicht getan sei. „Jeder Spielplatz muss einmal im Monat kontrolliert werden. Und einmal im Jahr schaut sich der Sicherheitsbeauftragte den Platz und die Geräte ganz genau an“, so Rast.

„Aber in den letzten Jahren hat die Gemeinde da nicht viel gemacht“, warf ein Zuhörer ein. Wolfgang Rast will das Thema jedoch im nächsten Jahr gemeinsam mit den Bürgern angehen.

Probleme beim Kirchgang

Ein Bürger beschwerte sich, dass in Kirchrüsselbach so viele Autos auf der Straße parken: „Das ist beim Vorbeifahren nicht einsehbar und sehr gefährlich, weil einem Autos entgegenkommen.“ Der Bürgermeister kennt das Problem, kann allerdings wenig unternehmen. „Eine Möglichkeit wäre ein Parkverbot, aber das macht dann am Sonntag beim Kirchgang Probleme“, meinte Rast.

Er findet es schade, dass die Familie, die dort ihre Autos parkt, Argumenten gegenüber nicht einsehbar sei. „In einer Gemeinschaft gehört es dazu, dass man aufeinander Rücksicht nimmt und nicht versucht, das eigene Rechtsempfinden auf Biegen und Brechen durchzusetzen“, sagte Rast und die Zuhörer stimmten ihm zu.

Ein Bürger meinte, dass eh viel zu schnell gefahren werde. Rast las vor, dass an der Kinderkrippe jeder zweite zu schnell fahren würde. Bei einer Überprüfung habe man ein Auto mit 123 Stundenkilometer gemessen. In Mittelrüsselbach liege die Übertretungsquote nur bei 4,5 Prozent. Hier sei ein Auto mit 88 Stundenkilometer gemessen worden. 

CARMEN SCHWIND

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