Sonntag, 08.12.2019

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Bilder: So laufen die Vorbereitungen fürs Forchheimer Annafest 2019

In wenigen Tagen strömen eine halbe Million Besucher in den Kellerwald - 17.07.2019 18:18 Uhr

Der Herzogenauracher Thomas Teupert kommt in den Kellerwald auf das Annafest, „seit ich denken kann“. © Foto: Kilian Trabert


Spätestens, wenn das Riesenrad über die Baumwipfel ragt, wissen die Forchheimer: Jetzt wird es Ernst! In gut einer Woche beginnt das Annafest, doch bis es soweit ist, sind Schausteller, Wirte und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Dauereinsatz.

Kein Wunder: In wenigen Tagen strömen eine halbe Million Besucher zu rund 100 Buden, Fahrgeschäften und Kellern. Wenn er daran denkt, kann Alexander Störzer es eigentlich gar nicht mehr erwarten: "Das Annafest ist für mich die schönste Veranstaltung der ganzen Region", sagt der 35-jährige Höchstadter. "Jeder, der einmal hier war, kommt ganz sicher wieder."

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"Ich bin quasi hier oben aufgewachsen"

Er muss es ja wissen: Seit 50 Jahren arbeitet seine Familie jedes Jahr als Schausteller im Kellerwald. Seit er laufen kann, ist Störzer immer mit dabei gewesen: "Ich bin quasi hier oben aufgewachsen." Seit einiger Zeit hat er sein eigenes Fahrgeschäft, dass jetzt genau neben dem Riesenrad steht – zumindest zur Hälfte. Die restlichen Bauteile sind noch auf dem 16 Meter langen Lkw verstaut.


Kurz und knapp: die wichtigsten Infos zum Annafest 2019


"Wir fangen immer so früh wie möglich mit dem Aufbau an", sagt Störzer. "Zum einen, weil wir immer Zeitdruck haben. Zum anderen, weil wir jetzt noch genug Platz haben, um mit dem Lkw in den Wald zu fahren. Jetzt behindern wir noch keine Kollegen." Zwei Tage benötigen er und sein Team, bis das tonnenschwere Fahrgeschäft am richtigen Platz steht – und keine Schraube fehlt.

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Tonnenschwer ist auch Matthias Muß beladen – zumindest dürfte es sich nach mehreren Dutzend Bierfässern und Getränkekisten, die er ins Lager des Winterbauer-Kellers schleppt, so anfühlen. Im Gegensatz zu Alexander Störzer ist er noch ganz neu dabei. Erst im vergangenen Jahr hat er den traditionsreichen Keller, der seiner Familie gehört, als Pächter übernommen. Die Familie Muß hatte niemanden gefunden, der die Wirtschaft übernehmen könnte. "Jetzt packt der eigene Nachwuchs an", freut sich Vater Richard Muß.

"Es wird schon laufen"

Und das gleich richtig: Schließlich erwartet der Keller in wenigen Tagen tausende Besucher. "Ganz oben im Wald ist abends sicher mehr los, dafür ist es hier gemütlicher", findet Matthias Muß. Aufgeregt, bevor es bald los geht? Er winkt ab. "Ich habe das ja vergangenes Jahr schon gemacht, jetzt beim zweiten Mal wird es schon laufen."

Mit schwerem Gerät rücken die Schausteller im Kellerwald an, um die großen Fahrgeschäfte aufzubauen. © Foto: Peter Roggenthin


Genauso frisch beim Annafest dabei ist Ferdinand Drummer. Er geht jetzt in seine zweite Saison als sogenannter Platzmeister – und startet gleich von 0 auf 100. Schon im September flatterten 300 Bewerbungen von Schaustellern auf seinen Schreibtisch. Zusammen mit anderen Mitarbeitern der Stadtverwaltung wählt Drummer, der im Ordnungsamt arbeitet, rund 80 Bewerber aus, die ihr Fahrgeschäft, ihre Bude oder Hütte aufbauen dürfen. "Wir gehen natürlich auch ein Stück weit nach dem Prinzip ,bekannt und bewährt‘", erklärt er. "Aber gerade bei den Fahrgeschäften finde ich es wichtig, den Leuten immer wieder etwas Neues zu bieten."


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Die Deadline rückt näher

Als Platzmeister kümmert sich Drummer um alle Wünsche und Probleme der Schausteller und Wirte. Der Strom funktioniert nicht? Die Wasserleitung ist defekt? Wo kann ich mein Geschäft hinstellen? Wenn er Pech hat, klingelt sein Handy während der Forchheimer fünften Jahreszeit ständig. Zusätzlich ist er Ansprechpartner für Polizei und Sicherheitsdienst – und koordiniert natürlich den Aufbau. "Aber die Schausteller sind alle Experten, da schaut sogar das Rangieren mit dem Lkw easy aus. Da gibt es keine Probleme", sagt er. Auch bei ihm steigt langsam das Fest-Fieber: "Der Job bedeutet natürlich viel Stress, aber ich genieße es echt noch richtig." Jetzt muss er aber wieder los. Denn spätestens am Mittwochabend muss alles aufgebaut sein, damit am Donnerstag alle Geschäfte abgenommen werden können.

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Im Gegensatz zu manchen Kollegen blickt Thomas Teupert dem ziemlich entspannt entgegen. Sein Geschäft ist das erste, das die Besucher aus Richtung Lichteneiche-Parkplatz kommend, vom Annafest sehen – und ist schon fast fertig aufgebaut. Zeit, den Blick kurz über das Gelände schweifen zu lassen. "Die Bierkeller, die Musik und das mitten im Wald versteckt – die Atmosphäre hier ist schon etwas ganz Besonderes."

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