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Absolventen der Adalbert-Stifter-Mittelschule Forchheim feierlich verabschiedet

Schließlich ans Herz gewachsen - 20.07.2019 09:42 Uhr

Schulrätin Cordula Haderlein (v.l.) mit den drei Schulbesten Lena Swatschek, Lea-Sofie-Ruf und Nadine Lochner, den Lehrern Thomas Wolf und Susanne Löser und Schulleiter Martin Horn. © Foto: Alexander Hitschfel


Lea-Sophie Ruf, Nadine Lochner und Lena Swatschek heißen die diesjährigen besten Absolventen der Adalbert-Stifter-Mittelschule Forchheim. Bei der Schulabschlussfeier in der Aula verabschiedeten Schulleitung und Lehrkräfte die Absolventen.

"Es ist jedes Jahr für einen Lehrer ein ganz besonderer emotionaler Moment, wenn er seine Schüler in die reale Welt entlassen muss", sagte Schulleiter Martin Horn eingangs in seiner Abschlussrede in der Aula der AST. Die neue Schulrätin Cordula Haderlein, die viele der Schülerinnen und Schüler, wie sie erzählte, selbst noch mit eingeschult habe, hatte es sich nicht nehmen lassen an ihren einstigen Wirkungskreis zurückzukehren und zu schauen, was aus "ihren Schülerinnen und Schülern" geworden ist.

10 500 Unterrichtsstunden

Lehrer Thomas Wolf sagte, dass die Schüler von der Einschulung bis zur neunten Klasse nun rund 10500 Unterrichtstunden an 2520 Unterrichtstagen "abgeleistet" hätten. Lehrerin Susanne Löser berichtete, wie sie, gemeinsam mit ihrem Lehrerkollegen die beiden Abschlussklassen in der siebten Klasse übernommen hatte. Sie habe die bei Lehrern gefürchtete Klasse 7A zugeteilt bekommen.

Am Anfang seien die Schülerinnen und Schüler, so Löser selbst "Schlitten mit ihr gefahren". Innerhalb von 90 Minuten habe sie sechs Verweise verteilen müssen – Rekord. "Es seien Stühle geflogen, die Schüler wollten austesten wie weit sie gehen können."

Von ähnlichen Erlebnissen berichtete auch Wolf, der die "B-Klasse" übernahm. Er sei anfänglich froh gewesen, dass er wieder heil aus dem Unterricht gekommen sei, so Wolf. Man habe mit manchen Schülern "wahre Gegenspieler" gehabt. Verdutzt habe er zur Kenntnis nehmen müssen, wie Schüler beim Pausengong einfach aus dem Fenster gesprungen seien. Von Mitteilungen, über Verweise bis hin zu Schulausschlüssen sei alles dabei gewesen.

Beide Pädagogen berichteten, dass sich nach anfänglichen Schwierigkeiten Schüler und Lehrer angenähert hätten, ja viel mehr noch. Beide Lehrkräfte berichteten übereinstimmend, dass die Schülerinnen und Schüler ihnen im Laufe der Zeit richtig "ans Herz gewachsen" seien.

Sie seien traurig, die Abschlussschüler nun ins wirkliche Leben entlassen zu müssen, so Wolf. Bei der Zeugnisübergabe konnten die Schülerinnen und Schüler der beiden Abschlussklassen ihre Zeugnisse in Empfang nehmen. Drei Schülerinnen wurden für besondere Leistungen geehrt.

Lea-Sophie Ruf holte sich mit einem Notenschnitt von 1,4 nicht nur den Titel Schulbeste, sondern konnte sich – sehr zur Freude von Schulleiter Martin Horn – auch den Titel "Landkreisbeste Mittelschülerin" holen. Nadine Lochner (2,3) und Lena Swatschek (2,5) erhielten ebenfalls Ehrungen für ihre schulischen Leistungen. Dass das anfängliche schwierige Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern der Vergangenheit angehört, zeigte die herzliche Verabschiedung mit der sich jeder Schulabgänger persönlich und mit Umarmung von den Klassenlehrern und auch von der ehemaligen Schulleiterin Cordula Haderlein und von Schulleiter Martin Horn verabschiedeten.

"Wir haben es geschafft, Lehrer und Schüler", sagte Susanne Löser. Nach dem Ende des offiziellen Teils feierten Lehrer, Schüler und Eltern den Erfolg der Absolventen in der Schulaula. 

ALEXANDER HITSCHFEL

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