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Sonntag, 16.06.2019

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6619 Stunden für Kirchehrenbachs Sicherheit: FFW blickt zurück

Spätberufene in die Wehr geholt und langjährig engagierte Mitglieder ausgezeichnet - 08.02.2019 08:45 Uhr

Beförderungen und Ehrungen für zehn, 30 und 45 Jahre Feuerwehrdienst in der Gemeinde nahmen stellvertretender Kommandant Bernd Gebhard, Bürgermeisterin Anja Gebhardt und Kommandant Sebastian Müller vor (von li. oben). © Feuerwehr/R. Grimm


„Ihr habt mir einmal mehr gezeigt, wie stolz man auf so ein Team sein muss. Und trotz der zahlreichen Einsätze sind alle wohlbehalten wieder nach Hause gekommen“, sagte Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD). „Die Gemeinde kann nur die Finanzmittel zur Verfügung stellen, euer Mitwirken sorgt erst für die Erfüllung der gesetzlichen Pflichtaufgabe. Dafür danke ich euch im Namen aller Einwohner.“ Durch ihren regelmäßigen Austausch mit den Kommandanten sei die Gemeindechefin immer auf dem Laufenden.

Die Zahl der Einsatzkräfte sank 2018, weil mehrere ihren Dienst beendet haben, heißt es in einer Mitteilung. Dennoch blieb der Zuwachs mit insgesamt 54 Frauen und Männern stabil. Mit Jugend- und Kinderfeuerwehr waren 2018 insgesamt 72 Menschen in der gemeindlichen Einrichtung tätig.

In seinem Rückblick berichtete Kommandant Sebastian Müller neben der Personalsituation auch über viele große und kleine Höhepunkte. Ein herausragender war die Feier zur Gründung vor 140 Jahren und das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Neben der neuen Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Weilersbach und dem Arbeiter-Samariter-Bund in Kirchehrenbach sowie der gemeinsamen Veranstaltung mit dem Technischen Hilfswerk (THW) blickte der Feuerwehrchef auch auf die Fülle von Aus- und Fortbildungsterminen.

Menschenleben gerettet

Das Training für den Ernstfall umfasste über 2000 Stunden. Zähle man Einsatz-, Wartungs-/Instandhaltungsarbeiten, die Nachwuchs- und die Öffentlichkeitsarbeit, die Verwaltung, über 50 Besprechungen und Termine dazu, haben die Feuerwehrdienstleistenden insgesamt 6619 Stunden für Kirchehrenbach aufgebracht. „Und das alles ehrenamtlich“, sagte Müller. „Da kann man als Leiter nur unheimlich stolz sein.“

Bei zwei der insgesamt 45 Einsätze haben die Kirchehrenbacher Menschenleben gerettet. Die hier geleisteten 680 Stunden stellen fast eine Verdreifachung zu 2017 und die höchste Zahl seit 2011 (wegen des damaligen Hochwassers) dar. Sieben Mal erfolgte eine Alarmierung im Zuge der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises, davon musste allerdings nur zwei Mal in den Landkreis ausgerückt und gearbeitet werden.

Kreisbrandrat Oliver Flake (li.) und Kreisbrandinspektor Johannes Schmitt (Mitte) zeichneten Günter Anderl mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes aus. © Feuerwehr/R. Grimm


Ein normales Jahr haben die Feuerwehrwichtel, die Sechs- bis Elfjährigen, hinter sich. Leiterin Maria Müller informierte über 15 Treffen, einen gemeinsamen Ausflug mit der Jugendfeuerwehr, das Minigolf spielen und die Beteiligung am Lebendigen Adventskalender. Auf über 250 Stunden beläuft sich die Nachwuchsarbeit in diesem Bereich. Schwerpunkt soll heuer auch die Anwerbung neuer „Wichtel“ werden. Auch am Ferienprogramm wolle man sich wieder beteiligen.

Bei den offiziellen Vereidigungen in den Feuerwehrdienst, mit gleichzeitiger Beförderung zum Feuerwehrmann und -frau, durften Hannah Eismann, Vanessa Gebhard, Manuel Gebhardt, Johannes Götz, Sebastian Götze und Frank Kowalik nach vorne treten. Die Spätberufenen hatten im vergangenen Jahr erfolgreich die Grundausbildung beendet. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Michael Götz und Alexander Sponsel befördert.

Ehrung für Anderl

Für die Vollendung von runden Dienstzeiten erhielten Anna Maria Pauli und Anna Schnitzerlein (zehn Jahre), sowie Christian Lochner (30 Jahre) das Dienstaltersabzeichen und ein kleines Geschenk. Eine besondere Ehre wurde Günter Anderl zuteil: Kreisbrandrat Oliver Flake verlieh ihm auf Antrag des Kommandanten das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Forchheim. Seit 45 Jahren ist Anderl Feuerwehrdienstleistender, war sechs Jahre lang Kommandant, drei Jahre Stellvertreter (1988 bis 1996). Überaus engagiert sei er nach wie vor als Ausbilder in allen Bereichen. Flake würdigte den über vier Jahrzehnte dauernden Einsatz für Gemeinde und Bürger.

Gleichzeitig sprach Flake den Kirchehrenbachern Dank für das Engagement im Hinblick auf die ersten zwölf Monate bei der Unterstützung des Katastrophenschutzes mit dem Gerätewagen Logistik aus. Auch die interkommunale Zusammenarbeit lobte er. Dem schloss sich der THW-Ortsbeauftragte Thomas Albert an.

  

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